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Tennis in Schanghai : Zverev erreicht Endspiel mit souveränem Sieg

  • Aktualisiert am

Alexander Zverev steht beim Turnier in Schanghai im Endspiel. Bild: Reuters

Nach dem Coup im Duell mit Roger Federer nimmt Alexander Zverev die nächste Hürde und trifft im Finale von Schanghai auf den aus seiner Sicht „gerade besten Spieler der Welt“. Andrea Petkovic indes scheitert an einer 15-Jährigen.

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          Der Hamburger Alexander Zverev hat souverän das Finale des Tennis-Turniers in Schanghai erreicht und steht zum sechsten Mal im Endspiel bei einer Veranstaltung der Masters-Serie. Der 22-Jährige siegte am Samstag 6:3, 6:4 gegen den Italiener Matteo Berrettini und trifft am Sonntag auf US-Open-Finalist Daniil Medwedew aus Russland. „Daniil ist jetzt momentan gerade der beste Spieler auf der Welt, wenn es nach der Form geht“, sagte Zverev im TV-Sender Sky.

          Zverev schaffte mit dem Sieg über Berrettini zugleich einen wichtigen Erfolg über einen seiner Verfolger im Rennen um die Qualifikation für die ATP Finals der besten acht Profis der Saison. Dort hatte der derzeitige Weltranglisten-Sechste im vorigen November in London den Titel geholt.

          Gegen Berrettini konnte sich Zverev einen Tag nach dem großen Auftritt gegen Roger Federer abermals auf seinen wiedererstarkten Aufschlag verlassen. Bei eigenem Service gestattete er dem 23 Jahre alten Weltranglistendreizehnten kaum eine Chance. Ein frühes Break im ersten Satz und ein weiteres zum 5:4 im zweiten Durchgang genügten gegen den Turniersieger von Stuttgart und Finalist von München zum ungefährdeten Erfolg. Ein Ass bescherte Zverev den Sieg.

          Zuvor gewann Medwedew im ersten Halbfinale des mit 8,3 Millionen dotierten Turniers 7:6 (7:5), 7:5 gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas. Der Weltranglisten-Vierte erreichte damit bereits beim sechsten Turnier in Folge das Endspiel, dazu zählt das Finale der US Open, das der 23-Jährige knapp gegen Rafael Nadal verloren hatte. Zverev hat gegen Medwedew alle vier bisherigen Vergleiche gewonnen.

          Andrea Petkovic verpasste unterdessen ihr erstes Endspiel auf der WTA-Tour seit mehr als viereinhalb Jahren. Die deutsche Fed-Cup-Spielerin verlor am Samstag im Halbfinale von Linz 4:6, 4:6 gegen das erst 15 Jahre alte amerikanische Top-Talent Coco Gauff. Für die einstige Top-Ten-Spielerin aus Darmstadt, derzeit noch die Nummer 75 der Welt, ist die Halbfinalteilnahme in Österreich trotzdem der größte Erfolg in der bald zu Ende gehenden Saison.

          Die 32-Jährige verlor beim Stand von 4:4 im ersten Satz ihr Aufschlagspiel und kurz danach auch den Durchgang. Die Möglichkeit, Gauff zu Anfang des zweiten Satzes das Service abzunehmen, wehrte die Aufsteigerin dieser Saison mit bemerkenswerter Klasse und Abgeklärtheit ab. Dagegen gab Petkovic trotz großer Gegenwehr ihren Aufschlag zum 2:3 ab, verpasste danach den möglichen Ausgleich zum 5:5 und musste sich trotz guter Leistung nach 1:32 Stunden geschlagen geben.

          Gauff bestreitet am Sonntag gegen die frühere French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko aus Lettland oder die Russin Jekaterina Alexandrowa das erste Finale ihrer noch jungen Karriere auf der WTA-Tour. Dabei war die Wimbledon-Achtelfinalistin eigentlich in der Qualifikation an der Deutschen Tamara Korpatsch gescheitert, sie rückte jedoch nachträglich als sogenannter Lucky Loser ins Hauptfeld.

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