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Sechster Titel bei Snooker-WM : Das neue Erfolgsrezept des Ronnie O’Sullivan

  • -Aktualisiert am

Ronnie und die „alte, silberne Dame“: O’Sullivan und der WM-Pokal Bild: dpa

Genie, Maestro, Megastar: Billard-Künstler Ronnie O‘Sullivan musste bei der WM durch viele Tiefen gehen, ehe er doch wieder die „alte, silberne Dame“ küssen darf. Jetzt jagt er einen weiteren Rekord.

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          Die allerletzte Kugel hätte er auch noch gern versenkt, schon für die Galerie; es saßen ja erstmals wieder Zuschauer auf den Rängen. Aber jetzt versagte sein Queue ihm den Dienst, als wären fünf Matches in 13 Tagen sowie insgesamt 116 absolvierte Sätze (Frames) genug. So schrappte Ronald Antonio O’Sullivan beim letzten Stoß an der weißen Kugel vorbei, die schwarze blieb unberührt stehen. Das Einzige, was den Akteur getröstet haben könnte: Er brauchte das alles nicht mehr, um die 90. WM-Partie seiner denkwürdigen Laufbahn im Snooker zu gewinnen.

          Das Peinliche und das Perfekte liegen in der britischsten aller Billard-Varianten nah beieinander. Und wer wüsste das besser als jener Routinier, der mit seinen Grimassen den jeweils aktuellen Spielstand vermeldet? In den vergangenen 28 Jahren hat kaum einer die Extreme des Spiels – wie auch die des Lebens – so intensiv ausgelotet wie O’Sullivan. Doch am Sonntagabend gab es auch mal wieder eine größere Belohnung. Der Mann aus den West Midlands, den alle „Ronnie“ nennen, durfte „diese alte, silberne Dame“ küssen, die sieben Jahre auf ihn gewartet habe, wie der Conférencier im Crucible Theatre zu Sheffield süffisant formulierte.

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