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Deutsche Snooker-Hoffnung : Kugelsicher in Sheffield

  • -Aktualisiert am

Akribischer Arbeiter: Zwei Weltmeister konnte Lukas Kleckers bereits düpieren. Bild: Imago

Die Snooker-Talente Lukas Kleckers und Simon Lichtenberg starten als Außenseiter in die WM-Qualifikation. Dass die beiden Deutschen die Favoriten ärgern können, haben sie bereits unter Beweis gestellt. Jetzt geht es um mehr.

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          Es kann schon sein, dass Lukas Kleckers sich in diesen Tagen einem Herzenswunsch nähert. Einmal im Crucible Theatre am Tisch zu stehen, mitten in Sheffield, wo seit 1977 das alljährliche WM-Turnier im Snooker ausgespielt wird: Für den 24-jährigen Billard-Youngster aus Essen ist das erklärtermaßen „eines meiner großen Ziele“. Das hat auch mit einem Erlebnis vor einigen Jahren zu tun, als er, gerade in der Qualifikation gescheitert, mal bei einem Erstrunden-Match reinschauen konnte. „Erweckungserlebnis“ wäre zu viel gesagt, aber beeindruckt hat es ihn schon – so wie junge Tenniscracks beeindruckt sind, wenn sie zum ersten Mal ein Match auf dem Centre Court in Wimbledon verfolgen.

          So ganz angekommen ist Kleckers einstweilen noch nicht. Das Match gegen den Engländer Sydney Wilson an diesem Mittwoch (14.30 Uhr MESZ) wird nicht in dem atmosphärischen Theatersaal im Zentrum ausgetragen. Sondern im English Institute of Sport, der größten Sportarena an Sheffields nordöstlicher Peripherie. Dort muss der Halbprofi vier Qualifikationsrunden überstehen, bevor er die Hauptrunde der letzten 32 Spieler erreicht – und damit das Crucible. Dazwischen liegen wenige Kilometer, doch ganze Welten: Bis heute hat es in der 93-jährigen Geschichte des Turniers kein deutscher Queue-Artist so weit gebracht. Auch Kleckers nicht, der dieses Jahr seinen dritten Anlauf nimmt.

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