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Eklat um Boxchampion : „Sein Leben steht auf dem Spiel“

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Boxweltmeister mit Mordfantasien: Deontay Wilder, hier bei einem extravaganten Auftritt in Los Angeles 2018 Bild: AFP

Unmittelbar vor einem anstehenden WM-Kampf hat Deontay Wilder mit Mordphantasien für große Aufregung gesorgt. In seinem Sport sei es legal, einen Menschen zu töten. Und er hat diese Gedanken nicht zum ersten Mal.

          Boxweltmeister Deontay Wilder hat kurz vor dem WBC-Titelkampf gegen Dominic Breazeale abermals mit vermeintlichen Mordphantasien irritiert. „Breazeales Leben steht in diesem Kampf auf dem Spiel, ich meine das wirklich so“, sagte der Schwergewichtler mit Blick auf den Kampf am Samstag in New York: „Ich versuche immer noch, eine Leiche in meinen Kampfrekord zu kriegen.“

          Eben jenen Wunsch hatte der Amerikaner auch in der Vergangenheit schon geäußert und sich Ärger mit dem World Boxing Council eingehandelt. Nun verteidigte der 33-Jährige seine Aussagen mit Blick auf den Breazeale-Kampf.

          „Wir mögen uns nicht. Das hier ist der einzige Sport, in dem du einen Mann töten kannst und noch dafür bezahlt wirst“, sagte Wilder: „Es ist legal. Warum sollte ich von meinem Recht also nicht Gebrauch machen?“ Sein Gegner habe es so gewollt, „ich bin nicht zu ihm gekommen, er kommt zu mir. Wenn es passiert, dann passiert es. Das ist ein brutaler Sport.“

          Promoter Eddie Hearn, der unter anderem die Geschäfte des englischen Weltmeisters Anthony Joshua regelt, hatte Wilders wiederholte Einlassungen zu diesem Thema zuletzt bereits als schädlich für den Sport bezeichnet. „Es wäre hilfreich, wenn diese Kämpfer als Vorbilder auftreten“, sagte Hearn: „Aber er gibt eben den Bad Guy, er will auf diese Weise eine Spannung um seine Kämpfe aufbauen. Wenn wirklich mal etwas passiert im Ring, und du hast vorher so etwas gesagt – dann bereust du es wahrscheinlich für den Rest deines Lebens.“

          Wilders Kampf gegen Breazeale war erst nach gescheiterten Verhandlungen mit dem Management des ehemaligen Champions Tyson Fury zustande gekommen. Wilder peilt nach dem umstrittenen Unentschieden gegen den Briten im vergangenen Dezember eine Revanche an.

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