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Surf-Weltmeister Köster : „Ich hatte einfach Pech“

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Diesmal klappte es nicht mit dem Titel für den vierfachen Surf-Weltmeister Philip Köster. Bild: dpa

Bei seinem Heimspiel vor Westerland scheidet der viermalige Surf-Weltmeister Philip Köster im Viertelfinale aus. Die Aufholjagd des 24-Jährigen ist beendet, bevor sie richtig begonnen hat.

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          Nach der ersten Enttäuschung blickte der entthronte Surf-Weltmeister Philip Köster schon wieder nach vorne. „Ich hatte einfach Pech beim Timing. Egal, nächste Saison greife ich wieder an“, sagte der 24-Jährige dem Sport-Informations-Dienst, nachdem seine Aufholjagd zum fünften WM-Titel am Mittwoch vor Westerland beendet war, bevor sie richtig begonnen hatte. Zu groß war der Druck, eine außergewöhnliche Siegesserie starten zu müssen, zu schwierig waren die Wetterumstände vor Sylt. Köster: „Es war hart, ich konnte keinen guten Sprung zeigen. Aber die Bedingungen waren natürlich für alle gleich.“

          Nach einer überraschenden Vorrunden-Niederlage gegen den Franzosen Julien Quentel durfte sich er sich am Mittwoch keine weitere Niederlage mehr leisten. Doch sie kam. Dessen Landsmann Antony Ruenes setzte sich am frühen Morgen im Duell mit Köster durch und beendete dessen Traum vom Heimsieg. Sein Nachfolger wurde Victor Fernandez Lopez. Dem Spanier genügte ein dritter Platz im Gesamtklassement zum dritten Titelgewinn. Sieger auf Sylt wurde der Franzose Thomas Traversa mit einem Erfolg im Finale gegen den Venezolaner Ricardo Campello.

          Ungeachtet des Titelverlustes ist der auf Gran Canaria geborene Waveriding-Spezialist mental freier als noch vor einem Jahr. Selbst nach dem vierten Titelgewinn spukte Köster noch die 2016 erlittene schwere Knieverletzung im Kopf herum. Mittlerweile ist der operativ behobene Totalschaden komplett abgehakt, Köster arbeitet bereits an neuen Höchstschwierigkeiten für die Saison 2019. „Ich habe zuletzt den dreifachen Loop fast geschafft, und man kann immer noch höher und extremer springen“, sagte der Sohn Hamburger Auswanderer auf die Kanaren.

          Obwohl er bereits 2008 als 14-Jähriger in den Weltcupzirkus einstieg, denkt Köster noch lange nicht an ein Karriereende. Er mag sein Leben, so wie es gerade ist. Dem Hamburger Abendblatt sagte er dazu: „Ich möchte das so lange wie möglich weitermachen, ich liebe das Surfen und das Reisen und bin dankbar dafür. Eigentlich könnte ich jeden Tag feiern.“

          Und wenn die Wettkampflaufbahn irgendwann einmal doch vorbei ist, will Köster fester Bestandteil der Szene bleiben: „Vielleicht mache ich eines Tages meine eigenen Boards.“ Das kann aber dauern, falls sich der Deutsche ähnlich lange an der Weltspitze hält wie Surflegende Robby Naish. Der 24-malige Weltmeister stellte noch mit 38 Jahren einen Geschwindigkeits-Weltrekord auf. Will Köster ihm dies im gleichen Alter nachmachen, wäre er 2032 damit dran.

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