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Spitzensport-Tabu Menstruation : „Diese Mädchen-Sache“

Individuelle Trainingssteuerung? „Ich kenne nur Schmerztabletten“, sagt Hockey-Nationalspielerin Nike Lorenz (links). Bild: Imago

Über den weiblichen Zyklus wird im Spitzensport kaum gesprochen, dabei beeinflusst er die Leistungsfähigkeit wesentlich. Doch die Forschung der Sport-Wissenschaft orientiert sich vorwiegend an Männern.

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          Sportlerinnen und Sportler sind es gewohnt, über ihren Körper zu sprechen. Kaum ein Interview nach dem Wettkampf vergeht, ohne dass die Frage danach gestellt würde, was denn heute mit der Form los war. Wie geht’s dem Knie? Was macht die Hüfte? Nun sind Verletzungen im besten Fall die Ausnahme und nicht die Regel. Umso erstaunlicher ist es, dass über einen Faktor, der in sehr gleichmäßigen Abständen wiederkehrt und der entsprechend immer wieder Einfluss auf die Leistung haben kann, deutlich seltener gesprochen wird: über den weiblichen Zyklus.

          Es mag überraschen, aber auch Spitzensportlerinnen haben, wenn sie gesund sind, ihre Periode. Und haben sie sie nicht, sollte man auch darüber dringend reden. Doch wird die Menstruation nur erwähnt, ist die Aufregung groß. So ging es der chinesischen Schwimmerin Fu Yuanhui, die bei den Olympischen Spielen 2016 sichtlich unter Bauchkrämpfen litt und sagte, sie habe in der Nacht ihre Periode bekommen. Oder der Tennisspielerin Heather Watson, die nach ihrem Ausscheiden in der ersten Runde der Australien Open einem BBC-Journalisten sagte, es sei „einer dieser Tage gewesen, diese Mädchen-Sache“.

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