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Basketball-Star Stephen Curry : Alle für einen

Stephen Curry: Er hat es geschafft, dass seine Mitspieler alles für ihn geben – weil er alles für sie gibt. Bild: USA TODAY Sports

In der bisherigen Geschichte des Basketballs gibt es keinen besseren Distanzschützen als Stephen Curry. Trotzdem ist seine größte Leistung als Sportler nicht die des so unglaublich treffsicheren Werfers.

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          Vor ein paar Tagen verbreiteten die Golden State Warriors, ein Basketball-Klub von der amerikanischen Westküste, im Internet einen Videoclip. Er zeigt Stephen Curry, wie er im Training hinter der Dreipunktelinie steht und immer dasselbe macht, fünf Minuten und 13 Sekunden lang: Er fängt den Ball, hüpft hoch, wirft den Ball, landet. Er macht das 105 Mal hintereinander – und 105 Mal flutscht der Ball dann durch den Ring.

          In der Geschichte des Basketballs, so viel stand schon vor dem Video fest, gibt es keinen besseren Schützen als Curry, ein transzendenter Spieler, der mit seinen Würfen Titel gewonnen und das Spiel verändert hat. Und trotzdem ist seine größte Leistung als Sportler eine andere: Er hat es geschafft, dass seine Mitspieler alles für ihn geben – weil er alles für sie gibt.

          Wenn ein Kollege ein Stück Wurst, das Curry gehört, aus dem Teamkühlschrank stibitzte, würde Curry ihn wohl höflich fragen, ob es geschmeckt habe. In der vergangenen Woche gelang Curry ein persönlicher Rekord: 62 Punkte in einem Spiel. Als er den letzten Wurf, klar, einen Dreier, versenkt hatte, rannten alle Mitspieler, auch die auf der Bank, los – mit einem Lachen, so breit, als hätten sie selbst getroffen.

          Christopher Meltzer

          Sportkorrespondent in München.

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