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Wimbledon : Kohlschreiber folgt Haas in Runde drei

  • Aktualisiert am

Kohlschreibers Reichweite zahlte sich aus Bild: dpa

Bei der Abschiedsparty von Andre Agassi in Wimbledon ist Philipp Kohlschreiber weiter mit von der Partie. Der Bamberger gewann sein zweites Match auf dem „Heiligen Rasen“ gegen den Kolumbianer Alejandro Falla und folgte Thomas Haas in die dritte Runde.

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          Bei der Abschiedsparty von Andre Agassi in Wimbledon ist Philipp Kohlschreiber weiter mit von der Partie. Der Bamberger gewann am Donnerstag sein zweites Match auf dem „Heiligen Rasen“ 6:4, 6:4, 3:6, 7:6 (7:1) gegen den Kolumbianer Alejandro Falla und folgte Thomas Haas in die dritte Runde der All England Championships.

          Während Haas bereits an diesem Freitag auf Tomas Berdych aus Tschechien trifft, bekommt es der Bamberger am Samstag mit dem Finnen Jarkko Nieminen zu tun, gegen den er alle drei Vergleiche verloren hat. „Endlich habe ich zu meinem Spiel auf Rasen gefunden“, sagte Kohlschreiber. „Ich denke, das Match gegen Nieminen ist völlig offen. Ich bin reif, ihn zu pflücken. Auch wenn Jarkko vielleicht leichte Vorteile hat, weil er immer gewonnen hat. Jetzt heißt es beißen, beißen, beißen.“

          Letzte Deutsche ausgeschieden

          Martina Müller hat sich derweil als Letzte des deutschen Damen-Quintetts aus dem mit 15,1 Millionen Euro dotierten Grand-Slam-Turnier verabschiedet. Die Hannoveranerin unterlag Anastasia Myskina aus Rußland 2:6, 1:6. Mühelos weiter kam die Wimbledon-Siegerin von 2004, die Russin Maria Scharapowa, die gegen Ashley Harkleroad aus den Vereinigten Staaten eine 6:2, 6:2-Kurzschicht absolvierte (Siehe auch: Tennis: Ergebnisse von den ATP-Turnieren).

          Mit einem warmen Regen der Sympathie wurde Andre Agassi beim zweiten Akt seiner Abschiedsgala bedacht. Bei Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen fühlte sich der 36jährige Amerikaner, der nach den US Open aufhört, sichtlich wohl. Dem Italiener Andreas Seppi gab er 6:4, 7:6 (7:2), 6:4 das Nachsehen und meinte: „Das war ein großer Schritt vorwärts. Jetzt weiß ich, daß es noch ein langes Turnier für mich werden kann.“ Auf der Tribüne freuten sich Steffi Graf und Sohn Jaden-Gil mit ihm. Die nächste Aufgabe gegen French-Open-Sieger Rafael Nadal wird schwerer, auch wenn sich der „Sandplatz-König“ aus Spanien beim 6:7 (4:7), 3:6, 7:6 (7:2), 7:5, 6:4 gegen den Qualifikanten Robert Kendrick äußerst schwer tat.

          Überstunden in der Mittagshitze

          Ausgesprochen ernst wird Fedcup-Chefin Barbara Rittner das komplette Aus der deutschen Tennis-Damen nehmen, das Martina Müller am vierten Turniertag perfekt machte. Drei Wochen vor dem richtungsweisenden Abstiegsspiel in China dürfte Rittner angst und bange geworden sein. Es wird einiger Sonderschichten und auch Glück bedürfen, wenn der Verbleib in der Weltgruppe geschafft werden soll.

          Unnötig viel Arbeit machte sich Davis-Cup-Spieler Kohlschreiber in der Londoner Mittagshitze. In der Partie gegen den auf Position 127 der Weltrangliste geführten Falla, der den Russen Nikolay Dawidenko ausgeschaltet hatte, war der Erfolg eigentlich schon greifbar nahe. Doch dann schwächelte der Bayer und kam sogar noch in Bedrängnis. Gegen Nieminen darf er sich solch eine Pause nicht leisten, sonst verliert er wie zuletzt vor drei Wochen in der zweiten Runde des Rasenturniers in Halle.

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