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Wimbledon : Henin-Hardenne und Mauresmo spielen um den Titel

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Will den Sieg: Justine Henin-Hardenne Bild: AP

Justine Henin-Hardenne hatte im Dauerduell mit Kim Clijsters wieder die Nase vorn. Sie trifft nun im Wimbledon-Endspiel auf Amelie Mauresmo. Rafael Nadal erreichte bei den Herren erstmals das Halbfinale an der Church Road.

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          Die French-Open-Sieger sind auch auf dem „Heiligen Rasen“ von Wimbledon eine Klasse für sich. Während „Nachzügler“ Rafael Nadal am Donnerstag durch ein 6:3, 6:4, 6:4 gegen den Finnen Jarkko Nieminen ins Halbfinale des Grand-Slam-Tennisturniers einzog, erreichte Paris-Siegerin Justine Henin-Hardenne zur selben Zeit ihr zweites Finale in London. Nach dem 6:4, 7:6 (7:4) gegen Kim Clijsters im ersten belgischen Halbfinale der All England Championships darf die Topfavoritin weiter vom ersten Triumph träumen.

          Im Endspiel am Samstag, in dem die 24jährige ihre Sammlung an Grand-Slam-Titeln komplettieren kann, geht es in der Neuauflage des Melbourne-Finals gegen die Australian-Open-Siegerin Amelie Mauresmo. Der Jubelparty nach dem WM-Halbfinalsieg von Zidane & Co. an ihrem 27. Geburtstag ließ die diesmal nervenstarke Französin einen nicht minder gefeierten 6:3, 3:6, 6:2-Erfolg gegen die Russin Maria Scharapowa folgen. Die Championesse von 2004 stöhnte zwar wie gewohnt, konnte die verdiente Pleite aber nicht verhindern (Siehe auch: Tennis: Ergebnisse von den ATP-Turnieren).

          Noch weit weg vom großen Erfolg

          „Ich habe ein schweres Halbfinale vor mir. Da wäre es dumm, schon ans Endspiel zu denken“, sagte Nadal. Der Spanier trifft am Freitag in der Vorschlußrunde auf den ebenso heißblütigen Marcos Baghdatis, der seine Flaute überwunden hat. Der dreimalige Wimbledonsieger Roger Federer aus der Schweiz und Jonas Björkman kämpfen im anderen Match um den Einzug ins Finale. Mit 34 Jahren ist der Schwede ältester Halbfinalist seit dem Amerikaner Jimmy Connors 1987.

          Rafael Nadal darf weiter träumen
          Rafael Nadal darf weiter träumen : Bild: REUTERS

          „Es war klar, daß es nicht einfach wird gegen Kim“, sagte die seit 17 Matches unbesiegte Henin-Hardenne, die sich jetzt gegen die topgesetzte Mauresmo revanchieren will. Das Finale von Melbourne hatte sie wegen Magenkrämpfen aufgeben müssen. „Ich denke nicht mehr daran. Aber ich bin noch weit weg von einem Wimbledonsieg“, sagte die Belgierin nach dem 12. Erfolg im 22. Vergleich mit ihrer Dauer-Rivalin. Wie im Halbfinale der French Open mußte Clijsters nach 90 Minuten eine Niederlage quittieren.

          „Mister Januar“ schlägt zurück

          Finnlands Tennis-Held Nieminen, der nach den US Open im Vorjahr sein zweites Grand-Slam-Viertelfinale spielte, war dagegen ohne reelle Chance. Nadal brillierte zwar nicht, schaffte zum rechten Zeitpunkt aber jeweils das entscheidende Break. Der Mallorquiner ist nun der erste French-Open-Sieger seit Andre Agassi 1999, der direkt danach an der Church Road das Halbfinale erreicht. Dort kommt es zum zweiten Vergleich mit Marcos Baghdatis aus Zypern, den er im Frühjahr in Indian Wells locker geschlagen hat.

          Doch der Australian-Open-Finalist hat nach einigen Blessuren wieder an Format gewonnen. In den britischen Zeitungen schon als „Mister Januar“ verspottet, hat er dies mit seinem Überraschungs-Coup gegen den hoch eingeschätzten Australier Lleyton Hewitt tags zuvor im Viertelfinale unterstrichen. „Warum nicht“, sagte der 21jährige denn auch auf die Frage, ob er jetzt sogar an den Titel glaubt. Im Melbourne-Endspiel hatte der Weltranglisten-16. Federer das Leben nur zeitweise schwer gemacht. „Aber jetzt habe ich mehr Erfahrung und bin auch viel ruhiger auf dem Platz.“

          Aus der Traum hieß es derweil für Anna-Lena Grönefeld, die mit Meghann Shaughnessy im Doppel-Viertelfinale ausschied. Die 21jährige aus Nordhorn unterlag 7:6 (7:3), 4:6, 4:6 gegen Juliana Fedak und Tatjana Perebiynis aus der Ukraine. Im Vorjahr war sie im Duett mit Martina Navratilova im Halbfinale gescheitert. Die 49jährige Amerikanerin, die Ende des Jahres wieder einmal aufhört, verabschiedete sich derweil mit Niederlagen im Doppel und Mixed aus Wimbledon.

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