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Sydney-Hobart-Regatta : Wild Oats XI holt den Rekord

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Keiner ist schneller: Wild Oats IV gewinnt die traditionsreiche Regatta Sydney-Hobart Bild: AFP

Wild Oats XI und Comanche liefern sich ein spannendes Finish beim Segel-Klassiker Sydney-Hobart. Am Ende liegt die Yacht von Multimillionär Robert Oatley vor der von Netscape-Gründer James Clark. Mit dem Sieg stellt Wild Oats XI einen neuen Rekord auf.

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          Skipper Mark Richards wusste gleich bei der Ankunft, dass er und seine Crew Historisches geschafft haben. „Sydney-Hobart zu gewinnen ist eine große Ehre. Aber zum achten Mal zu siegen – ich bin so stolz.“ Kurz zuvor war er mit seinem Team nach zwei Tagen, zwei Stunden, drei Minuten und 26 Sekunden als Erster in Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens, angekommen und hatte bei der traditionsreichen Regatta den achten Sieg für Wild Oats XI geholt.

          Durch die Erfolge in den Jahren 2005, 2006, 2007, 2008, 2010, 2012 und 2013 ist die Yacht des australischen Multimillionär Robert Oatley, der als Winzer und Weinhändler reich wurde, nun mit dem Gewinn der 70. Auflage Rekordsieger bei einem der schwierigsten Hochseerennen der Welt. Der alte Rekordhalter war die Morna, die später in Kurrewa IV umbenannt wurde. Sie hatte 1960 den letzten ihrer sieben Titel geholt.

          „Es ist ein Wunder. Es war der schwerste, aber auch der süßeste aller Siege“, sagte Besitzer Oatley. „Die Jungs haben einen wunderbaren Job gemacht. Ich kann gar nicht glauben, dass ich jetzt hier stehe“, sagte Skipper Richards. Den eigenen Zeit-Rekord von 2012 konnte die Crew dieses Mal aber nicht brechen. Vor zwei Jahren hatte sie nur einen Tag, 18 Stunden 23 Minuten und zwölf Sekunden benötigt.

          Zunächst hatte James Clarks Segel-Yacht „Comanche“ die Führung übernommen. Das neue 100-Fuß-Boot des amerikanischen Milliardärs und Netscape-Gründers raste der Flotte schon kurz nach dem Start am zweiten Weihnachtsfeiertag davon. Doch das Boot mit Skipper Ken Read und dem zweimaligen America’s-Cup-Sieger Jimmy Spithill wurde von Wild Oats XI in einem spannenden Finish noch abgefangen.

          Die „Comanche“ kam eine Stunde nach dem Sieger ins Ziel. Clark zeigte sich als fairer Verlierer: „Wild Oats und ihr Skipper Mark Richards haben ein Höllenrennen hingelegt. Wir sind enttäuscht, dass wir in dem Hochdruckgebiet steckengelieben sind, durch das sie durchgeschlüpft sind.“

          Groß war der Jubel bei der Ankunft in der Hauptstadt Tasmaniens Bilderstrecke

          117 Yachten waren bei der seit 1945 ausgetragenen Regatta am „Boxing Day“ (26. Dezember) in Sydney gestartet, um die 628 Seemeilen (etwas mehr als 1163 Kilometer) durch die Tasmanische See zu absolvieren. 105 Yachten waren noch auf See. Zehn Boote hatten bis zu diesem Zeitpunkt aufgegeben. Die in Kiel gebaute „Caro“ von Max Klink mit dem Kieler Weltumsegler Michael Müller lag auf Rang acht in der Wertung nach gesegelter Zeit, die „Passion 4 C“ des Bremers Stefan Lehnert an Position 55.

          Traurige Berühmtheit hatte das Rennen 1998 erlangt, als sechs Segler bei einem Jahrhundert-Sturm mit bis zu 150 Stundenkilometern ums Leben kamen. Fünf Boote gingen verloren, nur 44 der 115 Yachten erreichten damals das Ziel. Die 54. Auflage markierte das schwärzeste Kapitel in der Geschichte des Hochseerennens.

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