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Führungswechsel beim Giro : Kelderman erobert Rosa auf der Königsetappe

  • Aktualisiert am

Ab jetzt in Rosa: der Niederländer Wilco Kelderman Bild: AFP

Auf der Königsetappe des Giro d’Italia übernimmt Wilco Kelderman die Führung im Gesamtklassement. Tagessieger Jai Hindley sorgt dafür, dass das deutsche Team Sunweb sogar doppelt jubeln darf. Doch der Kampf um Rosa ist noch lange nicht entschieden.

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          Die 103. Italien-Rundfahrt steuert nach einer spannenden Königsetappe auf ein Herzschlagfinale zu. Der Niederländer Wilco Kelderman (Sunweb) übernahm auf dem schweren 18. Teilstück zwar das Rosa Trikot des Gesamtführenden, allerdings trennen ihn von seinen Verfolger nur wenige Sekunden. Beim Sieg seines Teamkollegen Jai Hindley (Australien) wurde Kelderman mit einem Rückstand von 2:18 Minuten Fünfter, der bisherige Spitzenreiter Joao Almeida Portugal/Deceuninck-Quick Step) verlor als Siebter (4:51) deutlich mehr viel Zeit.

          Im Kampf um den Gesamtsieg trennen Kelderman nur zwölf Sekunden von Hindley und 15 Sekunden von Tao Geoghegan Hart (Ineos). Der Brite wurde zeitgleich hinter Hindley Zweiter und hinterließ einen starken Eindruck. Tagesrang drei belegte bei der Quälerei über mehrere Bergpässe, die teilweise bei drei Grad und inmitten schneeweißer Landschaft überwunden werden mussten, der Spanier Pello Bilbao. Auch er liegt im Kampf um Rosa noch aussichtsreich im Rennen. Almeida ist von Gesamtrang eins auf Platz fünf zurückgefallen.

          Jan Hindley holt sich den Tagessieg auf der Königsetappe des diesjährige Giro d’Italia.
          Jan Hindley holt sich den Tagessieg auf der Königsetappe des diesjährige Giro d’Italia. : Bild: AP

          Auf den 207 km zwischen Pinzolo und Laghi di Cancano waren ein Anstieg der höchsten, zwei der ersten und einer der zweiten Kategorie zu bewältigen. Besonders der 24,7 km lange Anstieg zum Stilfser Joch, mit 2758 m der höchste Punkt des diesjährigen Giros, verlangte den Fahrern alles ab. Auf den Serpentinen zur Bergwertung kam es dann auch zur entscheidenden Attacke, die die Reste des Pelotons auseinanderriss.

          Zunächst musste Almeida abreißen lassen, wenig später fiel auch Kelderman zurück. Doch der Niederländer konnte auf den restlichen Kilometern den Abstand gerade so noch in Grenzen halten und die Gesamtführung erobern. Am Donnerstagmorgen war ein Betreuer des Astana-Teams positiv auf Corona getestet worden, Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Rennens hat das Testergebnis nicht.

          Am Freitag steht zunächst eine Flachetappe an, ehe das Feld am Samstag zur finalen Bergetappe aufbricht. Diese führt aufgrund behördlicher Vorgaben aber nicht wie geplant durch Frankreich. Statt dem 2744 m hohen Colle dell'Agnello sowie den von der Tour de France bekannten Col d'Izoard beinhaltet die 20. und vorletzte Etappe nun drei Auffahrten zum Zielort Sestriere. Die 103. Italien-Rundfahrt soll am Sonntag nach einem Einzelzeitfahren in Mailand enden.

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