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„Wavegarden“ im Baskenland : Tausend Wellen pro Stunde

  • -Aktualisiert am

Dauerwelle: Im „Wavegarden Cove“ können Anfänger und Profis surfen. Eine erste Anlage dieser Art ist im englischen Bristol in Betrieb. Bild: Wavegarden

Der „Wavegarden“ funktioniert wie ein Unterwasser-Piano. Er soll das Surfen in die Städte bringen und ist auch für Weltklasseathleten interessant. Ein Besuch bei den Erfindern in Spanien.

          6 Min.

          Um zu dem Ort zu gelangen, an dem das Wellenreiten revolutioniert wird, muss man Koordinaten ins Navigationssystem eingeben, eine Adresse gibt es nicht. Die virtuelle Karte führt einen in die Berge des spanischen Baskenlandes, gar nicht weit von der Küste entfernt, an der die echten Wellen brechen. Als vor rund zehn Jahren zum ersten Mal Videos aus dem „Wavegarden“ auftauchten, sollen auf diesen engen, verschlungenen Straßen Fotografen mit riesigen Objektiven unterwegs gewesen sein, um die künstliche Welle zu entdecken. Noch 2017 schrieb ein Surfmagazin von einem „neuen Prototypen, der seit einiger Zeit unter strengster Geheimhaltung irgendwo im spanischen Baskenland existiert“.

          Sebastian Eder

          Redakteur im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Auch wenn die Geheimhaltung heute nicht mehr so streng ist: Einfach zu finden ist die Testanlage nicht. Trotz Koordinaten stehen wir irgendwann an einem Bauernhof vor einem Zaun und kommen nicht weiter. Keine Welle, kein Pool, noch nicht mal ein Mensch. Nur Schafe und ein kleiner Hund. Wir sollten an einem Friedhof und zwei Bauernhöfen vorbei und dann eine „steile Abfahrt“ nehmen, hieß es. Und tatsächlich: Am Ende eines steilen Weges tauchen Autos auf. Sie stehen zwischen Containern mit großen Glasfenstern, darin sitzen junge Menschen in Büros, die auch in Berlin-Mitte sein könnten. Und dahinter ist er: der Pool.

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