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Golden State gegen Toronto : Darum geht es beim NBA-Finale um mehr als Basketball

  • -Aktualisiert am

Raptors-Fans auf den Straßen Ontarios bejubeln ihre Mannschaft. Bild: Reuters

Ob Fußball, Baseball oder gar Eishockey – hinter großen amerikanischen Teams müssen kanadische in den gemeinsamen Ligen oft zurückstecken. Ein NBA-Team will das nun ändern. Und die Geschichte besitzt eine reizvolle Ironie.

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          Es mag ein riesiges Land sein, das sich von der Grenze zu Alaska im Westen bis zum Leuchtturm von Cape Spear auf Neufundland im Osten auf eine Entfernung von mehr als 5000 Kilometer erstreckt. Trotzdem wohnen rund 75 Prozent aller Kanadier in einem schmalen Streifen entlang der Grenze zu den Vereinigten Staaten. Die Nähe zum Nachbarn im Süden, in dem fast zehnmal so viele Menschen leben, hat mannigfache Auswirkungen auf das tägliche Leben.

          Kanadier konsumieren amerikanisches Fernsehen und amerikanische Bücher, fahren amerikanische Autos, kaufen im Supermarkt amerikanische Lebensmittel und befinden sich deshalb ständig in der Not, eine eigene kulturelle DNA zu propagieren. Ein Phänomen, das sogar amerikanische Diplomaten beschäftigt, die sich um gutnachbarliche Beziehungen bemühen und etwas gegen „Kanadas Minderwertigkeitskomplex gegenüber den Vereinigen Staaten“ tun wollen. Er ist geprägt von der „chronischen, aber korrekten Beschwerde“, dass man im Südteil des Kontinents den Kanadiern „viel weniger Aufmerksamkeit zukommen lässt“ als umgekehrt.

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