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Extremsportler und Sponsoren : „Selbst der Tod wird noch instrumentalisiert“

Kam zum Glück weitestgehend glimpflich davon: Howard Henry Stott Smith bei einem Freeride-Event in Neuseeland. Stürze gehören im Extremsport zum Alltag. Bild: Picture-Alliance

Sind Extremsportler selbst schuld, wenn sie sich verletzen oder zu Tode stürzen? Oder tragen Sponsoren wie Red Bull eine Mitverantwortung? Soziologe Karl-Heinrich Bette über den Rausch des Adrenalins – bei Athleten, Zuschauern und Unternehmen.

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          Herr Bette, wenn ein Sportler etwa bei einem Filmdreh für einen Sponsor zu Schaden kommt oder sogar stirbt, trägt der Sponsor eine Mitschuld?

          Eine Mitverantwortung auf jeden Fall, denn ohne einen Auftraggeber gibt es in der Regel keinen Versuch der Auftragserfüllung. Viele Extremsportler sind angeheuerte Stuntmen der Abenteuer-Industrie. Es gibt etliche Fälle, bei denen Athleten beim Aufnehmen von Werbeclips, bei Sponsorenevents oder Wettkämpfen zu Schaden kamen oder sogar tödlich verunglückten. Selbst das tragische Scheitern wird dann bisweilen noch marketingmäßig instrumentalisiert.

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