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„Es ist wie endlose Sucht“ : Wie sich BMX-Profi Bruno Hoffmann die Stadt zu eigen macht

Blickrichtung Skyline: Bruno Hoffmann findet in Frankfurt vielfältige Möglichkeiten, um sich auf zwei Rädern zu entfalten. Bild: Merlin Czarnulla

Leere Straßen, ultimative Herausforderungen: Der deutsche BMX-Fahrer Bruno Hoffmann nutzt den Lockdown während der Corona-Pandemie auf seine ganz eigene, spektakuläre Art.

  • -Aktualisiert am
          5 Min.

          Er rollt mitten über die Brücke, der Stadt entgegen, seiner Stadt. Dem menschenleeren Frankfurt. Er macht unbehelligt seine Sprünge auf dem Willy-Brandt-Platz, überspringt Geländer im Bahnhofsviertel, fährt an einem Bürogebäude im Westend die Wände hoch. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau. Es wirkt wie die reine BMX-Utopie, die Stadt zurückzuerobern und sich zu eigen machen. Oder zumindest zum riesenhaften Abenteuerspielplatz umzufunktionieren. Als ob Bruno Hoffmann im Schlaf eine traumhafte wie rauschhafte Fahrt unternähme. Doch es war alles wahr. Im vergangenen Frühjahr während des ersten Lockdowns, festgehalten in einem Video namens „Solitude“ (englisch für Einsamkeit).

          Einsam darf es an den Lieblingsplätzen des Athleten Hoffmann gerne sein, denn für seine Tricks auf zwei Reifen braucht er Platz. Sich den asphaltierten Raum mit brüllendem Verkehr und hetzenden Passanten zu teilen, gelingt nicht gut. Zumal der 27-Jährige es in seiner Disziplin gewohnt ist, dass seine urbanen Spielfelder entweder umzäunt oder von Sicherheitspersonal bewacht sind. Es gebe in Frankfurt „übermotiviertes Security-Personal, das uns sofort Schläge androht“, sagt Hoffmann. Und manches, dem man zuwinke und die eine „friedliche Koexistenz ermöglichten“.

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