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Ringer gegen Rassismus : „Das hat mich verletzt“

  • -Aktualisiert am

Das Ringen um Akzeptanz: Jello Krahmer Bild: Imago

Jello Krahmer ringt für seine Heimat Deutschland. Warum können das so viele nicht akzeptieren? Nun spricht er über den Kampf gegen deutschen Alltagsrassismus – und verrät, was er schon alles erleben musste.

          5 Min.

          Jello Krahmer ist fast zwei Meter groß, wiegt 125 Kilogramm und hat ein freundliches Lächeln auf den Lippen. Der 24-Jährige ist Ringer, im Februar bei der Europameisterschaft hat er in Rom die Bronzemedaille gewonnen. Für Deutschland. Und für sich. „Das ist eine Ehre für mich“, sagt er. „Im Training motiviere ich mich oft mit der Vorstellung, das Finale der Weltmeisterschaft zu gewinnen.“ Mit der Flagge um die Matte laufen. Auf dem Podium stehen, die Hand auf der Brust, die Medaille um den Hals.

          Jello Krahmer ist Schwabe, geboren in Stuttgart-Hedelfingen, im November 1995. Er ist Sohn einer Deutschen und eines Nigerianers. Heute lebt er in Lorch und Heidelberg. Als Kind hat er sich die Frage nie gestellt, die sich später immer öfter aufdrängte: Bin ich Deutscher? Er hat eine Antwort gefunden. „Ja, ich bin Deutscher. Ich habe kein anderes Land, das ich meine Heimat nennen kann. Ich vertrete deutsche Werte und Normen, mir gefällt es hier, und ich wäre nirgendwo lieber. Aber ich fühle mich oft nicht als vollwertiger Deutscher anerkannt“, sagt Krahmer. Wegen seiner Hautfarbe.

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