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Rugby in Frankreich : Der Stade Français will mit Wild nach vorne

  • -Aktualisiert am

Wild wird Rosa: Hans Peter Wild (rechts) nach einer Pressekonferenz für seine Vorstellung im Juni 2017. Bild: AFP

Der Rugby-Mäzen Hans-Peter Wild will Stade Français wieder zum dominierenden Verein in Frankreich machen. Und investiert viel Geld dafür. Doch das allein garantiert noch keine Titel.

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          „In drei Jahren wird der Stade Français französischer Rugbymeister sein“, teilte der Schweizer Milliardär Hans-Peter Wild im März der französischen Presse mit. Als der Unternehmer (Capri-Sonne) im Sommer 2017 den französischen Rugbyverein Stade Français kaufte, wollte er dem 14-maligen französischen Meister „seinen ursprünglichen Glanz wiedergeben“. Nach dem Titelgewinn 2014 waren schließlich schwierige Zeiten für den Klub angebrochen. Kurz vor dem endgültigen Aus wurde der Verein dann von Wild gerettet, nachdem zuvor das Fusionsprojekt mit dem langjährigen Rivalen Racing 92 aufgegeben worden war.

          Nun aber steht Stade Français offenbar vor goldenen Zeiten. Nach einer schwierigen „Übergangssaison“, in der erst am letzten Spieltag der Klassenverbleib gesichert wurde, soll es nun sprunghaft vorwärts gehen. Im Mai wurde der Südafrikaner Heyneke Meyer als Sportdirektor offiziell vorgestellt. Mit Meyer, in seiner Heimat von 2012 bis 2015 Manager der „Springboks“, sind große Erwartungen verbunden. Er bringt Erfahrung auf dem höchsten Niveau als Nationaltrainer sowie eine andere Rugby-Kultur mit. Vor zehn Jahren hatte schon Max Guazzini, legendärer Präsident von Stade Français, versucht, den Südafrikaner nach Paris zu holen. Das hatte nicht geklappt, da Meyer damals erfolgreich bei den Blue Bulls war, einem der größten Klubs der Südhalbkugel. Dieses Mal war das Projekt von Hans-Peter Wild vielleicht überzeugender als das Angebot zehn Jahre zuvor.

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