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Gentechnik im Polo : Spielen mit den Klonen

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Das Original: Adolfo Cambiaso im Sattel seines besten Pferdes Cuartetera Bild: Getty

Adolfo Cambiaso gilt als weltbester Polo-Spieler. Nebenbei betreibt er ein lukratives Unternehmen: Pferde klonen. Auch für sein Team La Dolfin jagen bisweilen vier genetisch identische Exemplare der Wunderstute Cuartetera dem Ball nach.

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          „Ich hab’ bei den Open mit zwei Klonen der Cuartetera gespielt, der 04 und der 07. Im Mannschaftstraining hat mir Adolfito mal alle sieben Klone der Cuartetera geliehen und, ja, es ist unglaublich, wie sie dem Original ähneln: das Temperament, ihre Reaktionen, einfach alles. Es ist sehr beeindruckend, wie ähnlich die Klone sich sind und vor allem wie gut sie sind.“ Das sagt Juan Martín Nero. Es geht um Polo, das wichtigste Turnier der Welt, die Open von Palermo in Argentinien, die vielfach geklonte Stute Cuartetera und ihren Besitzer Adolfo, genannt Adolfito, Cambiaso, der vielen als bester Spieler in der Geschichte des Polos gilt. Landsmann Nero zählt auch zu den Großen seines Sports.

          Er spielt in Cambiasos Team La Dolfina und ist aktuell Vierter der Weltrangliste. Seine Begeisterung über die Wirkung des Klonens teilt nicht jeder. Auch Gonzalo Pieres nicht, ein ehemaliger Weltklassespieler, Kopf des Teams Ellerstina, dem schärfsten Rivalen von Cambiasos La Dolfina und zurzeit der wichtigste Züchter von Polopferden. „Meine Haltung ist ablehnend“, sagt Pieres. „Mir gefallen die Klone nicht, uns Züchtern kann das nicht gefallen, das ist ja das Gleiche, was wir schon mal gezüchtet haben, eine Kopie. Das Beste ist das Kreuzen. Der Traum ist es, immer besser zu werden, der Traum ist, dass die Kombination, die wir schaffen, funktioniert.“

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