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Pferdesport im WDR : Der Haussender und die Doppelmoral

  • -Aktualisiert am

Sie nennen es Weltfest des Pferdesports: CHIO in Aachen Bild: dpa

Kann man gleichzeitig etwas anprangern und es aufwendig zelebrieren? Man kann, wie der WDR mit der pauschalen Verurteilung des Pferdesports in „Quarks“ und fast 18 Stunden Live-Übertragung vom CHIO zeigt.

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          Immer wieder sieht man auf Turnieren Bilder von kritikwürdigem Reiten. Besonders auf den Abreiteplätzen der Dressur tauchen Reiter auf, die ihre Pferde unter anderem der sogenannten Rollkur unterziehen, einer Demutshaltung, mit der Gehorsam erzwungen statt Vertrauen verdient wird. Es ist hartnäckigen Medien und Zuschauern zu verdanken, dass diese Bilder im Laufe von 15 Jahren deutlich weniger geworden sind.

          Die Verbände mussten einsehen, dass man solche Methoden nicht mehr vertreten kann, seit Pferde nicht mehr in Landwirtschaft und Militär dienen. Heute ist es möglich, das Wohl des Pferdes zum zentralen Wert zu machen. Trotzdem muss Kontrolle sein, und die ist manchmal nicht streng genug. Reiten ist kompliziert und schwer, und da kommt es öfter einmal zu unschönen Szenen. Manchmal wirken die Worte und Verwarnungen der Stewards und umstehender Autoritäten nicht nachhaltig. Aber manchmal wirken sie doch.

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