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„Erweiterte Weltspitze“ : Wasserballer mit Rekord ins WM-Viertelfinale

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Alles im Blick: Timo van der Bosch aus Deutschland (vorne) rettet vor Torhüter Moritz Schenkel. Bild: dpa

Das WM-Ziel ist erreicht. Deutschlands Wasserballer sind zurück in den Top acht der Welt. So hoch wie gegen Südafrika siegte eine deutsche Auswahl noch nie bei Weltmeisterschaften. Jetzt wartet eine wohl unlösbare Aufgabe.

          Die deutschen Wasserballer haben auf dem Weg in ihr erstes Viertelfinale seit acht Jahren die Pflichtaufgabe gegen Südafrika mit einem Rekord gelöst. Das 25:5 (5:2, 6:0, 9:1, 5:2) am Sonntag in Gwangju war der höchste WM-Sieg einer deutschen Auswahl. In der Runde der letzten Acht ist am Dienstag (8.30 Uhr/MESZ) Weltmeister Kroatien der Gegner.

          Der bisherige deutsche WM-Rekordsieg liegt schon lange zurück, es war das 22:7 gegen Ägypten 1991 in Perth. „Es tut mir fast leid, wenn man so hoch gewinnt“, sagte Bundestrainer Hagen Stamm. „Die Höhe des Sieges war egal. Mir hätte auch ein 8:7 gereicht. Ich mag keine Rekordsiege, die Südafrikaner sind tolle Jungs und geben sich Riesenmühe.“

          Stolz über den Viertelfinaleinzug waren Stamm & Co. aber allemal. „Unser Ziel, unser Traum war es, unter die ersten Acht zu kommen und wieder in der erweiterten Weltspitze zu sein“, sagte Stamm.

          London-Olympiasieger Kroatien dürfte bei den ersten Schwimm-Weltmeisterschaften der deutschen Wasserballer seit 2013 am Dienstag aber Endstation sein. „Auch Italien war haushoher Favorit gegen uns. Die Jungs haben eine tierische Moral und werden alles in die Waagschale schmeißen“, sagte der Trainer. Gegen die Südeuropäer verlor die deutsche Mannschaft nach starker Leistung 7:8.

          Gegen das internationale Leichtgewicht Südafrika war es lockerer. Der „schwimmende Holländer“ genannte Lucas Gielen, der kurz vor der WM eingebürgert worden war, durfte sich über seine WM-Bestleistung mit sechs Toren freuen. „Wir haben es in die Top acht geschafft, das ist das Wichtigste für die Mannschaft“, sagte Gielen.

          In Südkorea ist der für die deutschen Wasserballer wichtige Zwischenschritt zu Olympia noch lange nicht vorbei – und im kommenden Jahr soll das Ticket für Tokio gelöst werden. Dazu muss sich die Auswahl von Stamm bei der EM in Budapest im Januar einen Startplatz für ein Qualifikationsturnier in Rotterdam sichern.

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