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Wasserball : „Unsere Endspiele kommen jetzt“

  • Aktualisiert am

Thomas Schertwitis kämpft Bild: REUTERS

Die deutschen Wasserballer haben bei der WM das Viertelfinale gegen Olympiasieger Ungarn mit 6:13 verloren. Damit spielt die DSV-Auswahl um die Plätze fünf bis acht und trifft am Freitag in der nächsten Partie wieder auf Italien.

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          Olympiasieger Ungarn war beim 6:13 (2:4, 0:1, 2:4, 2:4) im Viertelfinale eine Nummer zu groß. Doch für Deutschlands Wasserballer geht die Weltmeisterschaft in Melbourne mit dem größten Erfolg seit 16 Jahren zu Ende. Erstmals seit 1991 gehört eine deutsche Mannschaft bei einer WM wieder zu den Top-Nationen.

          „Sie haben gezeigt, dass sie es können. Und gegen die Ungarn zu verlieren ist wirklich keine Schande“, lobte Christa Thiel, Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), die starken Männer von Bundestrainer Hagen Stamm. In der ersten Partie um die Plätze 5 bis 8 ist der zweimalige Weltmeister Italien am Freitag nächster Konkurrent.

          „Keine Chance - auch wegen der Schiedsrichter“

          Das 6:13 gegen den WM- und EM-Zweiten Ungarn war eine klare Sache. Doch der 46 Jahre alte Stamm, der den fünften Platz von Athen 2004 stets als „Ausreißer“ bezeichnet, konnte die Arena erhobenen Hauptes verlassen. „Die Jungs haben gekämpft wie verrückt. Aber es sind noch zu viele Fehler da“, kommentierte Co-Trainer Dirk Hohenstein den mutigen Auftritt. Stamm: „Wir haben wirklich sehr gut gespielt. Aber wir hatten keine Chance - auch wegen der Schiedsrichter.“

          Enttäuscht: Thomas Schwertwitis

          Hohenstein musste mit einer Roten Karte wegen Meckerns früh auf die Tribüne. „Ich habe gemeckert, weil die Schiedsrichter bei 2:4 volle Kanne gegen uns gepfiffen haben“, schimpfte er. Und: „Die waren eine Katastrophe.“ Stamm: „Wir wurden von denen verhauen.“ Doch der 46-Jährige räumte ein, dass die Niederlage nicht zu vermeiden war: „Sie ist nur zu hoch ausgefallen.“

          „Hatten mehr erwartet“

          Durch den überragenden Heiko Nossek, der sein Geld als Wasserballer in Piräus verdient, mit drei Toren bester Werfer war und nach Spielende einen ausgebrochenen Zahn behandeln lassen musste, ging Deutschland (3. Minute) in Führung und brachte die Ungarn unter Druck. Doch die Klasse des Olympiasiegers mündete in eine Führung, die der Weltmeister von 1973 und 2003 über 4:2 auf 8:3 und 12:5 ausbaute. Der Berliner Marc Politze („Wir sind enttäuscht, weil wir mehr erwartet hatten“) verkürzte zum 2:4 und 4:8. Florian Naroska sorgte kurz vor Schluss für den sechsten Treffer.

          Im Melbourne Sports and Aquatic Centre erlebte der zweimalige Europameister Deutschland eine Berg- und Tal-Fahrt. Das 7:11 zum Vorrunden-Auftakt gegen Titelverteidiger Serbien war trotz der Niederlage ein Bonus-Spiel, das 17:7 gegen Japan ein Pflichterfolg. Sang- und klanglos ging die Stamm-Mannschaft dann gegen Italien unter (3:8) und erfüllte sich mit einer herausragenden Leistung beim 6:3 gegen die Vereinigten Staaten den Traum von der Medaillenrunde. „Unsere Endspiele kommen jetzt“, sagte Stamm.

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