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Rugby-Großmacht Neuseeland : Ein Sport sieht Schwarz

Mit Haka zum Erfolg: Die „All Blacks“ bei der Rugby-WM in Japan Bild: AFP

Die „All Blacks“ aus Neuseeland sind im Rugby das Maß aller Dinge. Bei der Weltmeisterschaft in Japan könnte ihnen Historisches gelingen. Doch was macht das Team, bei dem möglicherweise bald auch ein Deutscher spielt, so stark?

          3 Min.

          Männer in Schwarz. Schwere Jungs, fast ausnahmslos. Eine Mannschaft wie eine Maschine. Im Rugby, einem rasanten Kampfsport mit ovalem Ball, dem „Ei“, führt kein Weg an Neuseeland, an den legendären „All Blacks“ vorbei. In der Regel. Das war in den vergangenen Jahren so, zumindest bei den Weltmeisterschaften, die im Rugby nur alle vier Jahre stattfinden. Die Neuseeländer erklommen 2011 und 2015 den Gipfel im Rugby. Und streben nun, bei der Weltmeisterschaft dieses Sports, die gerade in Japan stattfindet, nach Einzigartigem: nach dem dritten Triumph in Serie bei einer WM, was bisher noch keinem Rugby-Nationalteam gelungen ist. An diesem Samstag (12.15 Uhr) steht das Viertelfinale gegen Irland an.

          Rainer Seele

          Sportredakteur.

          Die „All Blacks“ haben in Japan bislang alle Hürden gemeistert. Die Spieler in den schwarzen Hemden mit dem Silberfarn setzten, obwohl sie vor dem Turnier manche Schwäche offenbart hatten und nicht mehr als unantastbar galten, gleich ein Ausrufezeichen mit einem Sieg über die „Springboks“ aus Südafrika, die ebenfalls eine Macht im Rugby sind. Und sie verzückten zuletzt das Publikum, als sie Namibia überrannten, im wahrsten Wortsinn. Mit einer spektakulären Aktion von TJ Perenara als Höhepunkt: Nach einer Ballstafette wuchtete sich Perenara, ein Maori, in das sogenannte Malfeld des Gegners, der Zone am Ende des Spielfelds. Der Ball muss dort im Rugby nach einem Angriff abgelegt werden; das wird dann als Versuch gewertet, als Try, und wird mit fünf Punkten belohnt. Die Neuseeländer gewannen 71:9 gegen Namibia.

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