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Unser täglich Sportbuch : Die große Nähe zu Nowitzki?

Superstar: Dirk Nowitzki. Bild: AFP

Auch wenn er häufig nicht dabei war: Näher als Thomas Pletzinger dürfte kein Berichterstatter dem Basketball-Star Dirk Nowitzki kommen. Doch manche Themen interessieren ihn auffällig wenig.

          4 Min.

          Dieses Buch ist eigentlich nicht möglich. Dirk Nowitzki sei wie ein Extrembergsteiger, sagt der Mann, der hinter dessen Erfolg steckt. Er scheint dem Schriftsteller die Idee vom großen Buch über den großen Basketballspieler ausreden zu wollen. Konventionelle Sätze reichten nicht aus, die extremen körperlichen und mentalen Anforderungen zu erfassen, sagt also Holger Geschwindner. Erst wenn man mal auf einem Sechstausender war, wisse man, was das Hirn da für einen Zirkus veranstalte. Wer extreme Erfahrungen mache, dem fehlten die Worte dafür. Nowitzki befinde sich seit Jahren auf Achttausendern.

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Gut möglich, dass Thomas Pletzinger den Satz mit den fehlenden Worten als Herausforderung verstand. Noch wahrscheinlicher aber, dass er sich auch ohne ihn nicht davon hätte abhalten lassen, das große Buch über den großen Athleten zu schreiben. Fünfhundert Seiten sind es geworden. Sie vermitteln den Eindruck, dass Autor und Leser dem Mann auf seinen Gipfeln nahe kommen, der mehr als sein halbes Leben von inzwischen 41 Jahren in Amerika verbrachte, in 21 Spielzeiten 1522 Partien für den Basketball-Klub Dallas Mavericks bestritt, 31560 Punkte erzielte und mehr als 250 Millionen Dollar dafür bekam. „The Great Nowitzki“ halt, der Titel des Buches.

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