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Paralympische Spiele : Kein Sportfest der Reichen

  • -Aktualisiert am

Eine Para-Radfahrerin im Velodrome in Izu. Bild: Reuters

Manche Länder treten bei Olympia selten in Erscheinung. Nun entdecken sie den Wert der Paralympics für sich. Warum ist es für sie leichter, dort ihre Nische zu finden?

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          Muss man sich Sport mit Behinderung leisten können? Eine beliebter Gedankengang, mit körperlichen Versehrtheiten umzugehen, ist folgender: Menschen sind nicht behindert. Orte behindern. Können also auch Sportplätze, Sportarten und Sportgeräte behindern?

          Neun Uhr morgens, Tokyo Taiikukan, die – so wörtlich – Sporthalle Tokyos. Der in den Boden geschmiegte Bau mit dem schildkrötenhaften Dachpanzer hat schon viel gesehen: Wrestling-Weltmeisterschaft 1954, olympische Turnwettkämpfe 1964, Katy Perry 2015 und nun olympische und paralympische Tischtennis-Dramen. Viel nachhaltigere Sportarchitektonik gibt es kaum.

          Auf acht Feldern klickt und klackert das 40 Millimeter Spielgerät hin und her. Die Fahnen der Türkei, Thailands, Italiens oder Nigerias blinken wild durcheinander. Thomas Schmidberger bringt als erster Athlet Schwarz-Rot-Gold ins Farbenmeer ein. Ihm gegenüber sitzt auf Court sechs jemand aus dem Land-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf und der deswegen nur die Flagge seines national paralympischen Komitees mitführt: Vladimir Toporkow aus dem Städtchen Asbest, östlich des Ural unweit von Jekatarinienburg. Toporkow ist schlag- und stimmgewaltig.

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