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Einschaltquoten-Blues : Warum immer weniger Amerikaner Sport im TV sehen

  • -Aktualisiert am

Umjubelter Triumph in der Halle, im Fernsehen schalteten viele nicht ein: Lakers-Spieler Rajon Rondo mit seinem Sohn Bild: AP

Die NBA-Finals hatten ungewöhnlich wenig Fernsehzuschauer. Auch anderen großen Sportligen geht es ähnlich. Rechte Medien haben dafür ihre eigene Erklärung – und erste Folgen stehen bereits fest.

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          Es geschieht mit schöner Regelmäßigkeit, dass sich der Texaner Ted Cruz in seiner selbstgewählten Rolle als Rechtsaußen der Republikanischen Partei mit irgendetwas zu Wort meldet, was aus zwei Komponenten besteht. Es klingt immer irgendwie nach Beschwerde. Und gleichzeitig nach moralischem Zeigefinger. Das ist nicht der einzige Grund, weshalb er – der Mann, der 2016 bei den Vorwahlen um die amerikanische Präsidentschaft an Donald Trump scheiterte – unter seinen Kollegen in Washington als der unausstehlichste Senator gilt, aber es trägt dazu bei, seine Reputation zu festigen.

          So wie vor ein paar Wochen, als sich Cruz auf Twitter zu einem Thema äußerte, von dem er nachweislich keine Ahnung hat: von Basketball. Es sei „nicht überraschend“, dass die Einschaltquoten der Finalserie der NBA zwischen dem neuen Meister Los Angeles Lakers und den Miami Heat im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen seien, schrieb er und legte in einem Fernsehinterview nach: „Beim Sport sollte es darum gehen, Spaß zu haben. Und nicht um linke politische Belehrungen.“ Er habe sich aufgrund der Protestaktionen der mehrheitlich schwarzen Spieler gegen Polizeibrutalität zum ersten Mal seit Jahren keine einzige Begegnung angeschaut.

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