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Strittige Regelung im Sport : Warum für College-Stars Millionensummen in Aussicht stehen

  • -Aktualisiert am

Preis für Turnerin: Katelyn Ohashi bei der Verleihung der ESPY-Awards in Los Angeles Bild: AP

Ein neues Gesetz gestattet es Universitätssportlern in Kalifornien, sich selbst zu vermarkten. Das schafft völlig neue Perspektiven. Das Beispiel Katelyn Ohashi zeigt, was sonst hätte drohen können.

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          Ihre sportliche Laufbahn begann im zarten Alter von drei. Ihr Spielplatz war nicht nur die Turnhalle. Auch zu Hause konnte niemand ihren Bewegungsdrang bremsen. „Ich hatte ein Miniatur-Trampolin und habe es im Wohnzimmer aufgestellt und bin über die Couch gesprungen“, erinnert sich Katelyn Ohashi. Mit zwölf gehörte sie zur amerikanischen Turnelite und spürte, was es heißt, wenn man als Nachwuchstalent von den Verantwortlichen im Verband auf Medaillenjagd getrimmt wird. „Da ging es weniger um mich und das, was ich wollte. Sondern mehr darum, was Leute um mich herum wollten.“

          Wozu gehörte, dass sie sich vom vierzehnten Lebensjahr an bissige Kommentare über ihr Körpergewicht einhandelte. „Du sieht aus, als ob du einen Elefanten geschluckt hast“ war noch ein vergleichsweise harmlose Bemerkung. Die heftigste Attacke lautete: „Du siehst aus wie ein Schwein.“ Was besonders tief traf: Die Beleidigungen kamen von Menschen, „deren Meinungen ich wertschätzte“. Und sie führten dazu, dass sie selbst an Tagen, an denen sie sieben Stunden lang trainierte, gerade mal 500 Kalorien zu sich nahm und vor Erschöpfung oft genug ihre Kür verpatzte.

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