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Ärger bei Springreitern : Doppel-Verweigerung im deutschen Reitsport

Christian Ahlmann ist einer der besten deutschen Springreiter. Bild: Picture-Alliance

Daniel Deußer und Christian Ahlmann, die aktuell erfolgreichsten deutschen Springreiter, starten nicht mehr für die National-Equipe. Ein Wechsel nach Belgien droht. Wie konnte das nur passieren?

          5 Min.

          Deutsche Springreiter sind eigentlich immer für Medaillen gut. Erst vergangenes Jahr gewannen sie WM-Gold und Bronze. Ein Blick auf den Championatskader lässt allerdings zweifeln, ob das so weitergehen wird. Nur drei Reiter sind derzeit dort aufgeführt, Weltmeisterin Simone Blum mit Alice, der bewährte Marcus Ehning mit vier und Nachwuchsmann Maurice Tebbel mit zwei Pferden. Drei Leute auf dem Weg zu den Olympischen Spielen nach Tokio 2020 – das dürfte nicht reichen für ein schlagkräftiges Team. Dabei verfügt Deutschland neben diesem Trio über zwei der derzeit stärksten Reiter der Welt: Daniel Deußer und Christian Ahlmann.

          Evi Simeoni
          Sportredakteurin.

          Der 38 Jahre alte Deußer steht an der Spitze der westeuropäischen Weltcup-Qualifikation, der 44 Jahre alte Ahlmann an zweiter Stelle gleich dahinter. Beim Finale Anfang April in Göteborg gehören sie zu den Favoriten. Und das Beste daran: Beide haben gleich mehrere junge Pferde zur Auswahl. Nicht nur die Konkurrenz wundert sich, warum sie trotzdem seit zwei Jahren bei keinem einzigen Nationenpreis – den klassischen Länderkämpfen – mehr für Deutschland geritten sind.

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