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Volleyball-WM : Frauen patzen zum Auftakt

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Geburtstag vermasselt: Louisa Lippmann Bild: dpa

Die deutschen Volleyball-Frauen verlieren das erste Spiel der Volleyball-WM in fünf Sätzen gegen die Dominikanische Republik. „Wir waren im Angriff sehr, sehr schlecht“, kritisiert Trainer Guidetti.

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          Die deutschen Volleyballerinnen haben gleich zu Beginn ihrer WM-Medaillenmission einen heftigen Dämpfer erlitten. Der EM-Zweite unterlag am Dienstag in seinem ersten Spiel in Gruppe A der Dominikanischen Republik überraschend mit 2:3 (25:22, 21:25, 21:25, 26:24, 13:15) und steht vor seiner nächsten Partien am Mittwoch (17.00/Sport1) gegen Argentinien, das sein erstes Spiel mit 1:3 (17:25, 28:26, 24:26, 19:25) gegen Kroatien verlor, schon unter Druck. Keine Mühe hatte Gastgeber Italien beim glatten 3:0 (25:11, 25:13, 25:8) gegen Tunesien.

          Vor verwaisten Rängen in Rom kam die Mannschaft von Bundestrainer Giovanni Guidetti mit dem kraftvollen Spiel des karibischen Teams überhaupt nicht zurecht und bot eine insgesamt enttäuschende Leistung. „Wir waren im Angriff sehr sehr schlecht“, kritisierte Guidetti, „die Dominikanische Republik hat verdient gewonnen, sie war in allen Elementen besser.“ Kapitän Margareta Kozuch reagierte ebenfalls enttäuscht. „Die ersten Spiele bei einer WM sind immer schwer. Der Knackpunkt war der zweite Satz, wo wir so viele Fehler gemacht haben“, sagte sie.

          Nicht hoch genug gestreckt: deutsche Frauen gegen die Dominikanische Republik

          Vor leeren Rängen in der PalaLottomatica, einer für die Olympischen Spiele 1960 gebauten Halle, begannen die deutschen Spielerinnen zunächst wach im Block, stark über Diagonalangreiferin Kozuch, und  erarbeiteten sich ein Polster zum 18:12. Die Dominikanische Republik nutzte dann den Spannungsabfall bei den deutschen Frauen und verkürzte auf 17:18, ehe Louisa Lippmann an ihrem 20. Geburtstag mit drei Punkten hintereinander für den Gewinn des ersten Satzes sorgte.

          Guidettis Team schien dann im zweiten Satz komplett von der Rolle. Gegen den Weltranglisten-Zehnten schlichen sich leichte Fehler ein, Missverständnisse reihten sich aneinander, die Annahme wackelte. Guidetti wechselte munter durch, doch Besserung stellte sich nicht ein. Zu stark war der Block der Mannschaft des Brasilianers Marcos Kwiek. Ein 8:2-Schlussspurt brachte auch nichts.

          Der deutsche Angriff kam auch im dritten Satz nicht auf Touren. Permanent hechelte der teils zerfahren auftretende EM-Zweite einem Rückstand hinterher. Von Euphorie durch WM-Bronze der Männer in Polen war nichts zu spüren. Wenigstens bewiesen die deutschen Frauen aber Moral und retteten sich mit dem zweiten verwandelten Satzball in den Entscheidungsdurchgang.

          Im fünften Satz gingen Kozuch & Co. endlich konzentrierter zu Werke. Beim Stand von 9:5 schien der Sieg schon perfekt, aber die Dominikanische Republik machte fünf Punkte in Serie und drehte den Tiebreak zum Sieg.

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