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United Volleys im Pokal : „Ich bin überzeugt, dass wir das Finale rocken“

  • -Aktualisiert am

Bereit für die Premiere: Mario Schmidgall vor dem DVV-Pokalfinale Bild: Imago

Im ersten Pokalfinale der Vereinsgeschichte treffen die United Volleys auf die Netzhoppers KW-Bestensee. Der Kader ist dünn besetzt, angriffslustig sind die Frankfurter aber trotzdem.

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          Anfang Februar wunderte sich Mario Schmidgall noch über die Frage, ob man ihn bis Ende des Monats nicht lieber in Watte packen sollte. Mittlerweile ist dem 22 Jahre alten Zuspieler der United Volleys klar, wie wichtig es für seine Mannschaft ist, dass er gesund bleibt. Denn bei ihrer Premiere im nationalen Pokalfinale an diesem Sonntag (17.00 Uhr bei Sport1) in Mannheim steht den Frankfurter Volleyballern nur der gebürtige Haller als Ballverteiler zur Verfügung.

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          Stammkraft Matthias Valkiers kann nach einer Rückenoperation im Januar den Positionskollegen in der SAP-Arena lediglich beraten. Ersatzmann Leon Dervisaj ist beim Duell mit dem Bundesligakontrahenten Netzhoppers KW-Bestensee nicht spielberechtigt, weil der vormalige Lüneburger erst nach dem Halbfinale verpflichtet wurde.

          Den Gegnern auf der anderen Seite, die den Hessen in dieser Saison schon zweimal überlegen waren, soll es nicht viel besser gehen. Auch ihr Dirigent am Netz, der Kanadier Byron Keturakis, ist angeschlagen. Beide Teams stimmten einem Antrag zu, in dieser Saison ausnahmsweise einen Medical Joker zuzulassen, einen Spieler, der nur auf einer ganz bestimmten Position im Notfall unterstützen dürfte; das Ansinnen wurde aber abgelehnt, weil das Frauen-Bundesligateam des Schweriner SC (als Einziges der vier Finalteilnehmer) dagegen war. Auch auf Außen sind die Volleys dünn besetzt; von den Profis ist nur Tim Grozer fit.

          Rotationsmöglichkeiten begrenzt

          Jonas Reinhardt, der im Dezember vom Zweitligaklub Mainz-Gonsenheim an den Main kam, darf anders als in der Liga nicht aushelfen. Rodrigo Quiroga konnte seit seinem Muskelfaserriss am Oberschenkel noch nicht wieder höher springen. Damit der Argentinier kein Risiko eingeht, müsste die Variante mit Daniel Malescha als zweitem Außen und Routinier Jochen Schöps anstelle des Topscorers auf der Diagonalen funktionieren, mit der der Tabellensechste sich in der Liga zuletzt gegen den Neunten Giesen durchsetzte.

          Die Rotationsmöglichkeiten von Trainer Juan Manuel Serramalera sind äußerst begrenzt. Um den geforderten Zwölfer-Kader überhaupt voll zu bekommen, wird statt des obligatorischen dritten Seitenangreifers ein vierter Mittelblocker aus dem Frankfurter Volleyball-Internat mitgenommen.

          Die Spieler selbst wollen sich mit den Gedanken an die mangelnde Flexibilität nicht belasten. „Wir hatten schon viel Pech in dieser Saison, mussten uns immer wieder an neue Situationen anpassen“, sagt der viermalige Pokalsieger Schöps. Mit dem „richtigen Willen“ sei vieles möglich. Schmidgall strotzt sogar vor Optimismus: „Ich bin fest überzeugt davon, dass wir dieses Finale rocken.“

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