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Volleyball-Nationalspieler : „Nicht gedopt, nur verpeilt“

  • Aktualisiert am

Drei mal zur rechten Zeit am falschen Ort: ein Jahr Sperre für Philipp Collin Bild: dpa

„Sobald Du einen Fehler machst, wirst Du bestraft“, klagt Volleyballer Philipp Collin über die Anti-Doping-Regeln. Er hat freilich in 18 Monaten dreimal gegen seine Meldepflicht verstoßen: ein Jahr Sperre.

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          Wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln ist Volleyball-Nationalspieler Philipp Collin vom Anti-Doping-Ausschuss des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) für ein Jahr gesperrt worden, wie der DVV am Dienstag mitteilte. „Ein Jahr Sperre ist immerhin besser als zwei. Damit kann ich irgendwie umgehen“, zitiert das „Volleyball-Magazin“ in seiner Dezember-Ausgabe den 24-Jährigen, der betont: „Ich habe nicht gedopt, ich bin nur verpeilt.“ Der Nationalspieler und die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) können gegen den Beschluss noch Rechtsmittel einlegen

          Der im französischen Tours spielende Collin hatte innerhalb von 18 Monaten dreimal die vorgeschriebene Meldepflicht über seinen Aufenthaltsort nicht erfüllt, wozu er als Nationalspieler verpflichtet ist. Der Mittelblocker war daraufhin am 20. August zunächst vorläufig gesperrt worden und verpasste deshalb die WM in Polen, bei der seine Teamkollegen Bronze gewannen. „Ich habe schon getrauert, dass ich nicht mit den Jungs auf dem Feld stand“, sagte Collin. Die Auflagen und die Sanktionen der Nada bezeichnet der Spieler als viel zu streng: „Es gibt keinen Spielraum“, so Collin. „Sobald Du einen Fehler machst, wirst Du ohne Wenn und Aber bestraft.“

          Volleyball-Bundestrainer Vital Heynen hatte schon im August das seines Erachtens viel zu bürokratische Verfahren scharf kritisiert: „Als Sportler ist es nicht deine Aufgabe, ständig Buch über deine Aufenthalte zu führen.“ Der 42-malige Nationalspieler Collin darf nun bis Ende August 2015 weder in der Nationalmannschaft spielen, noch bei einem Klub oberhalb der 3. Liga; ja er darf noch nicht einmal mit einer Mannschaft trainieren. Immerhin könnte er nach Ablauf der Sperre bei der EM 2015 im Oktober in Bulgarien und Italien wieder eingesetzt werden.

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