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Volleyball-EM : „Das war ein schlechtes Spiel“

Kein Durchkommen gegen Italiens Block: Deutschlands Volleyballteam scheitert im EM-Viertelfinale. Bild: dpa

Im Viertelfinale der Volleyball-EM ist die deutsche Mannschaft gegen Italien in allen Belangen unterlegen. Für Bundestrainer Giani eine doppelt bittere Niederlage.

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          Der letzte Aufschlag von Moritz Karlitzek ging ins Aus und dieses Missgeschick passte zum ganzen Auftreten des deutschen Volleyball-Nationalteams im EM-Viertelfinale gegen Italien. Es wollte nichts so recht gelingen an diesem Mittwoch in Ostrava. Dass das Team von Bundestrainer Andrea Giani den favorisierten Italienern mit 0:3 unterliegen könnte, war schon vorher nicht ausgeschlossen worden. Dass es aber so happig würde, damit war nicht gerechnet worden: 13:25, 18:25 und 19:25 lautete die Bilanz der Sätze. 0:4 Asse und 2:10 Blockpunkte sprachen eine ebenso deutliche Sprache. In gerade mal 76 Minuten war die vage Hoffnung vom Einzug ins Halbfinale und dem Umzug zur Finalrunde nach Polen beendet.

          Achim Dreis
          Sportredakteur.

          Daran geglaubt, so schien es, hatten die deutschen Spieler schon nach wenigen Minuten nicht mehr. Nur bis zum 6:6 im ersten Satz konnten sie das Match ausgeglichen gestalten. Danach übernahmen die Italiener das Kommando und zeigten sich in allen Elementen als das bessere Team: gefährlicher im Aufschlag, kompakter im Block, sicherer in der Annahme, zielgerichteter im Angriffsaufbau.

          Der deutsche Zuspieler Jan Zimmermann musste weite Weg gehen, um überhaupt den jeweils zweiten Ball erlaufen zu können, weil die Annahme nicht passte. Entsprechend wenig Durchschlagskraft entwickelte der Angriff. Überhaupt kein Faktor wurde Georg Grozer, der Mitte des ersten Satzes auf der Diagonalposition für den jungen Linus Weber weichen musste. Wegen Kniebeschwerden blieb der 36-Jährige im weiteren Verlauf draußen und betrachtete das Spiel mit geschlossener Trainingsjacke und finsterer Miene. Auch wenn Weber mit acht Punkten nach Karlitzek (elf) noch der zweitbeste deutsche Punktesammler wurde, so fehlte dem deutschen Team doch Grozers Präsenz auf dem Feld. Eine genaue Diagnose steht noch aus. „Er konnte definitiv nicht weiterspielen, sonst hätte er auf die Zähne gebissen“, sagte Giani über den Routinier, der erst kurz vor der EM sein Comeback im Nationalteam gegeben hatte.

          Sein Fazit nach dem enttäuschenden Auftreten im Viertelfinale fiel schnörkellos aus: „Das war ein schlechtes Spiel“, sagte Giani über die Leistung seiner Mannschaft, womit er auch das Trainer-Duell gegen seinen früheren Teamkollegen Ferdinando De Giorgi verlor. Beide waren gemeinsam Welt- und Europameister gewesen. Als Trainer ist De Giorgi mit seiner Mannschaft ein Stück voraus. „Die
          italienische Mannschaft hat eine hohe Qualität“, zeigte sich Giani als fairer Verlierer: „Und wir hatten nicht die Ruhe, um das Spiel richtig zu spielen.“

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