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Volleyball-EM : Deutsche Frauen im Finale

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Margareta Kozuch und die deutschen Volleyball-Frauen stehen im Finale Bild: AFP

Die deutschen Frauen lassen unter den Augen von IOC-Präsident Thomas Bach lange Zeit Mut, Spaß und Risikofreudigkeit vermissen. Dennoch kämpfen sie sich bei der Volleyball-EM mit einem 3:2-Sieg über Belgien ins Finale gegen Russland.

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          Der erste Ritterschlag wurde schon am Freitagmittag bekannt. Da hatte der neu gewählte Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, sein Kommen zum Halbfinale der Volleyball-Europameisterschaft in der Berliner Max-Schmeling-Halle zwischen Deutschland und Belgien angekündigt – sein erster Besuch einer Sportveranstaltung im neuen Amt.

          Am Ende kamen neben dem laut eigener Aussage „bekennenden Volleyball-Fan“ Bach 7200 weitere Zuschauer, und die erlebten am Freitagabend dann den zweiten Ritterschlag - den besorgten die deutschen Volleyball-Frauen selbst: Mit einem packenden 3:2-Sieg (18:25, 20:25, 25:21, 25:21, 15:11) über Belgien zogen sie in das Finale der Heim-EM an diesem Samstag (20 Uhr/live auf der Sport1) gegen Russland ein.

          Die deutschen Frauen ließen dabei lange Zeit den Mut, den Spaß, die Lockerheit und die Risikofreudigkeit vermissen, mit der sie bisher so begeistert hatten. Dennoch kämpften sie sich mit einer gewaltigen Energieleistung ins Endspiel.

          Das deutsche Team startete nervös, Ungenauigkeiten in Annahme und Zuspiel führten schnell zu einem Drei-Punkte-Rückstand im ersten Satz. Die Aufholjagd verlief zäh, weil die Deutschen weiter oft fehlerhaft agierten, vor allem aber, weil die Belgierinnen sich als bestens in Block und Feldabwehr organisiertes Team erwiesen.

          In der Weltrangliste nur auf Rang 39 notiert, hatten sie bei der EM schon den Mitfavoriten Italien geschlagen und zuvor in der Saison durch den Einzug ins Finale der Europaliga Aufsehen erregt. Das hatten sie 2:3 verloren - gegen Deutschland. Im ersten Satz des EM-Halbfinales aber hatten die Belgierinnen die Nase vorne: Mit viel Druck im Aufschlag und bestens vorbereitet auf das deutsche Team gingen sie mit 1:0 (25:18) Sätzen in Führung.

          IOC-Präsident Thomas Bach besuchte Bundestrainer Giovanni Guidetti und sein Team

          In den zweiten Durchgang starteten die Deutschen besser, sie begannen, ihre Nervosität abzulegen und zu ihren spielerischen Stärken zu finden. Allerdings konnten sie immer noch nicht an die zuvor bei der EM gezeigten Leistungen anknüpfen, die große Anspannung schien das Team zu hemmen.

          Belgien hielt in seinem ersten EM-Halbfinale weiter hervorragend dagegen, mit stabilem Angriffsspiel und gefährlichen Aufschlägen. Dennoch schaffte es das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti, den kleinen Vorsprung, den es sich früh im Satz erarbeitet hatte, bis in die Endphase zu verteidigen. Dann aber folgte ein belgischer Sieben-Punkte-Zwischenspurt zum 23:19. So ging auch Satz zwei mit 25:20 an Belgien.

          Mit dem 3:2-Sieg über Belgien kämpften sich die Frauen ins Endspiel

          Nun war das deutsche Team endgültig unter Zugzwang. Und es versuchte alles, lag wieder lange Zeit vorne, ohne sich deutlich absetzen zu können. Im Gleichschritt ging es in die entscheidende Phase des Satzes, und da behielten die deutschen Frauen diesmal die Nerven. Mit 25:21 sicherten sie sich den dritten Durchgang.

          In Satz vier mussten die Deutschen gegen die enorm abwehrstarken Belgierinnen schon bald einem Fünf-Punkte-Rückstand hinterherlaufen. Doch sie glichen wieder aus – und gewannen noch 25:21. Der Tie-Break war dann reine Nervensache. Am Ende waren die Deutschen die glücklicheren.

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