https://www.faz.net/-gtl-982fw

Volleyball-Champions-League : Moculescu trifft auf seine Vergangenheit

  • Aktualisiert am

Wahlweise Schweiger oder Grantler: Stelian Moculescu Bild: dpa

Stelian Moculescu gegen Vital Heynen. Der einstige Meistertrainer gegen den neuen Seriensieger. Die Berlin Volleys empfangen den VfB Friedrichshafen zum Gipfeltreffen in der Volleyball-Champions-League.

          1 Min.

          Zumindest nach außen hin gibt sich Stelian Moculescu vor dem Duell in der Volleyball-Champions-League gegen seinen einstigen Langzeitarbeitgeber fast schon emotionslos. Keine markigen Sprüche, keine spürbare Nervosität, keine euphorische Vorfreude vor dem Hinspiel der Top 12 seiner Berlin Volleys gegen den VfB Friedrichshafen an diesem Mittwoch (19.30 Uhr).

          Ganz sachlich beurteilt der Volleys-Trainer, der bis 2016 fast zwanzig Jahre in Friedrichshafen arbeitete, die Chancen seines Hauptstadt-Teams. „Wir können Friedrichshafen schlagen“, sagte Moculescu, „aber dafür müssen wir ans Limit gehen und vielleicht sogar ein wenig darüber hinaus.“ Das Rückspiel in Friedrichshafen findet am 22. März (20.00 Uhr) statt, am kommenden Sonntag geht es zwischendurch zwischen beiden Mannschaften zudem um Bundesligapunkte.

          In Moculescus Ära gewann Friedrichshafen 27 Titel. Der größte war der Triumph in der Champions League 2007. Dieser Erfolg hatte derart viel Aufsehen erregt, dass ihn der europäische Verband hinterher zu Europas „Trainer des Jahres“ kürte. 2016 trat der zumeist strenge Lehrmeister dann ab, übernahm später Österreichs Beachvolleyballer - und wurde schließlich im Februar von den Berlinern für den erfolglosen Luke Reynolds als neuer Trainer verpflichtet.

          Gibt gerne den Clown, verfolgt aber eine klare Philosophie: Vital Heynen
          Gibt gerne den Clown, verfolgt aber eine klare Philosophie: Vital Heynen : Bild: dpa

          Moculescus Nachfolger am Bodensee wurde kein Geringerer als der frühere Bundestrainer Vital Heynen: in Sachen Temperament und Redseligkeit, aber auch von seiner Spielidee so ziemlich das genaue Gegenteil von Moculescu. Der Belgier agiert offen bis zur Schwatzhaftigkeit, lässt seinen Spielern viel Freiraum im täglichen Leben, verfolgt aber eine extrem ausgeklügelte Spielidee, die vor allem auf Fehlervermeidung basiert – und dies mit großem Erfolg. Mit seiner Mannschaft ist er seit 31 Pflichtspielen ungeschlagen. Der VfB gewann in dieser Saison schon den Supercup – mit 3:1 gegen Berlin – und den Pokal dank eines klaren 3:0-Erfolgs gegen Bühl. Eine Bilanz, der auch Moculescu Respekt zollte: „Der VfB hat in dieser Saison bisher dominiert, national wie international.“

          Für den gebürtigen Rumänen genau der richtige Rivale. Vor drei Jahren schrieb der heute 67-jährige in einem Beitrag für das „Volleyball-Magazin“: „Meine Lieblingsgegner sind die, die gerade oben stehen und vielleicht etwas stärker sind als wir. Denen will ich zeigen, dass wir noch besser sind.“

          Weitere Themen

          Erst faul, dann vorn

          Galopprennen : Erst faul, dann vorn

          Die englische Stute Alpinista siegt im 59. Preis von Europa vor Nerius mit Championjockey Bauyrzhan Murzabayev. Damit fehlt dem Kasachen weiter der Erfolg auf höchstem Niveau.

          Topmeldungen

          Armin Laschet und CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak am Montag in Berlin

          Laschet und die Union : Der Kandidat, der enttäuschte

          Nach dem enttäuschenden Wahlergebnis muss der CDU-Vorsitzende Armin Laschet die Parteifreunde besänftigen. Vom zweiten Platz aus versucht die Union, eine Regierungsperspektive zu behalten.
          Christian Lindner (rechts), FDP-Vorsitzender und Robert Habeck, Grünen-Vorsitzender, nehmen am Deutschen Arbeitgebertag 2018 teil.

          Die Grünen und die FDP : Gespräche geübter Gegner

          Inhaltlich liegen FDP und Grüne in vielen Politikfeldern über Kreuz. Doch der Wille zu einer gemeinsamen Regierung bringt sie nun einander näher.
          Die Ko-Vorsitzenden Habeck und Baerbock am Montag in der Bundespressekonferenz

          Nach F.A.Z.-Informationen : Grüne wollen Habeck als Vizekanzler

          Mit Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin sind die Grünen an ihren eigenen Ansprüchen gescheitert. Nun ist nach Informationen der F.A.Z. klar: Wird die Partei Teil der nächsten Bundesregierung, will sie Robert Habeck zum Vizekanzler machen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.