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Volleyball-Bundesliga : Und wieder tanzen die Schwerinerinnen

Schon wieder Grund zum Jubeln: Schweriner Volleyball-Frauen gewinnen in Stuttgart Bild: dpa

Im Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga setzen sich die Pokalsiegerinnen in fünf Sätzen durch. Stuttgart droht nach der ersten Liga-Niederlage wieder das Nervenflattern in den Playoffs.

          Dem deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin ist der nächste Wirkungstreffer in der Volleyball-Bundesliga gegen den MTV Stuttgart gelungen. Knapp drei Wochen nach dem unerwartet leichten 3:0-Erfolg beim deutschen Pokalfinale in Mannheim gewannen die Nordostdeutschen auch das Bundesliga-Spitzenspiel beim Tabellenführer.

          Diesmal dauerte es allerdings mehr als zwei Stunden und fünf enge Sätze, ehe der hauchdünne 3:2-Erfolg (16:25, 25:23, 25:22, 24:26, 15:13) für Schwerin feststand. Der Matchball nach 127 Minuten Spielzeit besiegelte zugleich die erste Niederlage der Stuttgarterinnen im 20. Spiel der laufenden Bundesligasaison. Dank der beiden Satzgewinne und dem Einzug in den Tiebreak behielt das Team von Trainer Giannis Athanasopoulos aber wenigstens einen Punkt in der heimischen Scharrena und verteidigte somit zwei Spiele vor Ende der regulären Saison mit 55 Punkten die Tabellenspitze vor Schwerin (54).

          Im sehr wahrscheinlichen Playoff-Finale zwischen den beiden unangefochtenen deutschen Spitzenteams gibt die Tabellenführung nach der Vorrunde den Ausschlag für das Heimrecht im womöglich entscheidenden fünften Finale. Die Stuttgarter, die bereits dreimal Pokalsieger waren, aber noch keinen einzigen Ligatitel Gewannen, wollen in diesem Jahr mit aller Macht Meister werden. In den vergangenen vier Spielzeiten waren die von der Allianz unterstützen Schwäbinnen jeweils Zweite geworden – unterlagen in den vergangenen beiden Jahren jeweils Schwerin in den Finalrunden, davor zweimal dem Dresdner SC.

          Schweriner Sieggaranten: Lauren Barfield (l) und Kimberly Drewniok

          Im Spitzenspiel der aktuellen Rückrunde am Donnerstagabend dominierte der MTV Stuttgart zunächst die Partie. Von Beginn an überzeugten die Gastgeberinnen im Angriffs- und Blockspiel, setzten sich von 8:4 über 16:11 und 21:14 ab und gewannen den ersten Satz schließlich 25:16.

          Danach steigerte sich das von Bundestrainer Felix Koslowski gecoachte Schweriner Team aber erheblich und entschied die beiden folgenden Sätze knapp mit 25:23 und 25:22 für sich. Vor allem die Blockverteidigung der Gäste erschien als Garant für die gedrehte Richtung im Spiel. Im vierten Satz schien bei einer 22:18-Führung für den Schweriner SC sogar ein 3:1-Auswärtssieg und damit die Tabellenführung greifbar. Doch Stuttgart konnte sich noch einmal wehren, hielt den Satz mit 26:24 bei sich und verteidigte somit immerhin die Vormachtstellung in der Tabelle.

          Dass Schwerin den Tiebrek mit 15:13 und damit einmal mehr das Spitzenspiel für sich entschied, schmerzte die schwäbische Seele dennoch. Bei Schwerin setzten vor allem die deutsche Nationalspielerin Kim Drewniok auf der Diagonalposition und die Amerikanerin Mckenzie Adams die Akzente im Angriff: Beide holten 21 Punkte, Außenangreiferin Adams wurde zur wertvollsten Spielerin gewählt. Obwohl Stuttgarts Diagonalangreiferin Krystal Rivers kaum zu stoppen war und überragende 32 Punkte markierte, blieb der Amerikanerin nur die Silbermedaille in der MVP-Wertung.

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