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Corona gefährdet Spielbetrieb : Volleyball-Bundesliga bricht Hauptrunde ab

Schmettern in der Volleyball-Bundesliga: Nach der Corona-Pasue soll es mit voller Kraft weiter gehen. Bild: dpa

Zu viele Nachholspiele wegen Corona: Die Volleyball-Bundesliga bricht die Hauptrunde ab, um mit frischen Kräften in die nächste Saisonphase starten zu können. Doch dann wird es hart.

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          28 Punkte aus zwölf Spielen sind besser als 32 aus 15. Nach Abbruch der Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga schieben sich die United Volleys Frankfurt dank der Quotenregel in der Tabelle an den Powervolleys Düren vorbei auf Rang zwei. Von dieser Position aus sollen sie dann vom 22. Januar in die Zwischenrunde der besten vier Teams starten – sofern der Spielbetrieb dann tatsächlich wieder regulär starten kann.

          Achim Dreis
          Sportredakteur.

          Zuvor hatte sich die Geschäftsführung der Volleyball-Bundesliga (VBL) gezwungen gesehen, die erste Saisonphase nach zahlreichen Spielabsagen wegen der Corona-Pandemie abzubrechen. Neben Frankfurt hatte auch Friedrichshafen gerade mal zwölf der geplanten 16 Spiele absolviert. Es habe keine realistische Möglichkeit gegeben, die große Zahl der Nachholspiele bis zum geplanten Start der Zwischenrunde zu absolvieren, teilte VBL-Geschäftsführerin Julia Retzlaff am Dienstag mit.

          Bei den Vereinen der Bundesliga stieß die ungewöhnliche Spielplan-Glättung auf Zustimmung. Das sei unter den gegebenen Umständen „eine vernünftige Entscheidung“, erklärte Kaweh Niroomand, Geschäftsführer von Tabellenführer Berlin Volleys. Seine BR Volleys waren mit zwei Nachholspielen in Rückstand. Auch der Termin für das ausgefallene Pokal-Halbfinale der Berliner gegen den VfB Friedrichshafen ist noch offen.

          Vom 22. Januar an sollen die vier Top-Teams nun in einer Zwischenrunde um die beste Ausgangslage für die Playoffs wetteifern, die planmäßig nach dem Pokalfinale in Mannheim (6. März) zwischen dem 12. März und dem 8. Mai durchgeführt werden sollen. Die auf den Rängen fünf bis acht notierten Mannschaften spielen gleichzeitig die vier Playoff-Gegner aus. In den bis dahin gewonnen zehn Tagen Spielpause sollen die Teams die Möglichkeit bekommen, zu regenerieren; die betroffenen Spieler die Chance bekommen, ihre Infektionen auszukurieren und aus der Quarantäne herauszukommen.

          Gegen einen geruhsamen Neustart unter Berücksichtigung aller gesundheitlichen Eventualitäten spricht bisweilen der internationale Kalender. So kehrte der VfB Friedrichshafen schon an diesem Mittwoch wieder in die Trainingshalle zurück, nachdem für zehn Spieler gerade erst um Mitternacht die Quarantäne endete. Anfang Januar war bei drei Akteuren und einem Trainer per PCR-Test das Coronavirus nachgewiesen worden. „Alle Teammitglieder haben sich sofort in Isolation begeben“, erläutert VfB-Geschäftsführer Thilo Späth-Westerholt. Nun sind sie wieder spielfähig und müssen direkt am Donnerstag in der Champions League gegen Jastrzebski Wegiel aus Polen antreten.

          Auch in der Bundesliga soll es nach dem Neustart möglichst keine Spielverlegungen mehr geben. Am Dienstag wurde beschlossen, dass eine Mannschaft schon dann antreten muss, sofern ihr mindestens acht spielfähige Akteure zur Verfügung stehen.

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