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Verkleinerte Diamond League : Eine glänzende Chance für Berlin

Raus aus dem Kanon der Diamond-League-Disziplinen: Dreisprung Bild: obs

Bei der Diamond League der Leichtathleten werden einzelne Disziplinen gestrichen. Zu langweilig. Das Argument, das sei eine Konzentration aufs Wesentliche, ist Unsinn. Dafür wären andere Maßnahmen besser.

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          Das können Gesa Krause und Christoph Harting persönlich nehmen: Die Wettbewerbe der Europameisterin und des Olympiasiegers sind ebenso wie die von Kristin Gierisch und Max Hess aus dem Programm der Diamond League geflogen, jedenfalls aus den neunzig Minuten, die sie den Fernsehsendern anbietet: Hindernislauf, Diskuswerfen und Dreisprung. Zu langweilig. Auch die 200 Meter gehören neuerdings nicht mehr zum Kern der Veranstaltungen, ebenso wie der 10.000-Meter-Lauf, der schon länger als Zumutung des TV-Publikums gilt. Für den Sprint durch die Kurve herrscht angeblich zu viel Betrieb vor den Olympischen Spielen, schließlich finden sie schon im August statt; die Athleten sollen nicht überfordert werden. Angeblich.

          Doch das ist Unsinn. Die Entscheidung, die seit ihrer Veröffentlichung am Mittwochabend Empörung auslöst bei Leichtathleten und ihrem Publikum, illustriert die Verzweiflung, mit welcher der Weltverband IAAF und seine Veranstalter um Aufmerksamkeit ringen. Hätten sie wirklich die Konzentration aufs Wesentliche im Sinn, wie sie behaupten, hätten sie von ihren vierzehn Meetings in aller Welt die streichen können, zu denen kaum Zuschauer ins Stadion kommen. Stattdessen haben sie die Welttournee ihrer Besten um eine Veranstaltung in China erweitert, von der sie noch nicht einmal den Ort nennen können.

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