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Vendée Globe : Wie Segler auf Knopfdruck einschlafen können

Ein Plätzchen zum Schlafen? Boris Herrmann hat es während der Vendée Globe nicht leicht. Bild: Picture-Alliance

Die Bedingungen auf dem Meer bei der Vendée Globe sind sehr hart. Die Segler müssen deswegen fast immer hellwach sein. Wie gehen sie damit um? Boris Herrmann spricht über die „verrücktesten Sachen“, die man einstudieren kann.

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          Erst ist es stürmisch, das Boot wankt, knarzt, krächzt und knallt alle paar Sekunden hart auf die Wellen. An Schlaf ist nicht zu denken. Dann ist es fast windstill, drückend heiß, schwül – und dazu auch noch taghell. Wieder fällt es Boris Herrmann schwer abzuschalten, ein paar Minuten zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu schöpfen. Trotz Kopfhörern, trotz Schlafbrille. Dabei ist ausreichend Erholung für den Skipper der „Seaexplorer“-Yacht von eklatanter Bedeutung. Denn wer im Rahmen der Vendée Globe nonstop und allein so schnell wie möglich um die Welt segeln will, muss hellwach sein. Und das möglichst jederzeit.

          Mehr als zwei Wochen sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der mehr als 40.000 Kilometer langen Regatta erst unterwegs. Und die meisten von ihnen haben schon nach einem Bruchteil der Regatta mehrere anstrengende Sturmnächte hinter sich, die sie so gut wie nicht zur Ruhe kommen ließen. Herrmann, der als erster Deutscher bei der Vendée dabei ist und momentan auf Platz sechs liegt, ist am Morgen nach einer schlaflosen Nacht sichtlich gerädert und gibt beeindruckt zu: Es seien vor allem „die Sorgen und Zweifel“, ob er die richtigen Entscheidungen getroffen habe, gewesen, die ihn wach hielten.

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