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Vendée Globe : Spitzenreiter passieren Kap Hoorn

  • Aktualisiert am

Der Franzose Yannick Bestaven („Maître Coq IV“) passiert Kap Hoorn nach 55 Tagen und 22 Minuten. Bild: AFP

Mit acht Tagen Verspätung passieren die führenden Weltumsegler bei der Vendée Globe den Südzipfel Chiles. Der deutsche Solist Boris Herrmann segelt und scherzt im dichten Verfolgerfeld.

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          Die führenden Segler der Solo-Weltumseglung Vendée Globe haben Kap Hoorn passiert. Der Franzose Yannick Bestaven („Maître Coq IV“) hatte den Längengrad der berühmten Landmarke am Südzipfel Chiles am Samstag nach 55 Tagen und 22 Minuten auf See erreicht. Sein zweitplatzierter Rivale Charlie Dalin („Apivia“) folgte am Sonntag 14 Stunden und 56 Minuten später. Der auf Platz neun zurückgefallene Hamburger Skipper Boris Herrmann rechnet mit seiner Passage am Montagabend oder am frühen Dienstag.

          In Herrmanns Verfolgergruppe wechselten die Positionen zuletzt oft. Die Boote auf den Plätzen fünf bis elf trennten am Sonntag nur 120 Seemeilen. „Ich habe schon eine WhatsApp-Nachricht an die anderen Skipper geschickt, dass wir aufpassen müssen, damit wir hier draußen keine Kollision erleben“, berichtete der 39-Jährige am 56. Tag auf See.

          Wie langsam die neunte Auflage der Vendée Globe wegen der häufig ungewöhnlichen Bedingungen bei ihren ersten zwei Dritteln verlief, lässt sich an den ersten Kap-Hoorn-Passagen ermessen: Bestavens Bestzeit im aktuellen Rennen hinkt der Rekordmarke vom letzten Vendée-Globe-Sieger Armel Le Cléac’h rund acht Tage hinterher. Die Anfangsstürme, die wenig ausgeprägten Passatwinde im Atlantik und längere flaue Abschnitte im Pazifik haben das Feld nicht so schnell wie erwartet vorankommen lassen.

          Mit der Ankunft der Besten wird Ende Januar im französischen Start- und Zielhafen Las Sables-d’Olonne gerechnet. Bis dahin läuft mit dem anstehenden Atlantik-Aufstieg der lange Endspurt. Herrmanns Prognose: „Ich blicke dem letzten Drittel meiner Reise optimistisch entgegen und hoffe, die Stärken meines Bootes in den berechenbareren Bedingungen stärker ausspielen zu können.“

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