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Herrmann bei Vendée Globe : „Ein bisschen Druck auszuüben, ist phantastisch“

Volle Kraft voraus: Segler Boris Herrmann Bild: Team Malizia

Bei der Weltumseglung Vendée Globe stehen Boris Herrmanns Chancen auf den Gesamtsieg nicht schlecht. Er profitiert gerade vor allem von seinen Foils.

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          Die Überraschung kam in der Nacht auf den Freitag. Boris Herrmann war der schnellste Segler der Spitzengruppe und segelt nun bei der Vendée Globe auf der dritten Position. In den vergangenen Tagen hatte sich der Hamburger immer weiter nach oben gearbeitet und attackiert nun Charlie Dalin und Louis Burton. „Ich profitiere gerade am größten von meinen Foils und gewinne nach und nach an Geschwindigkeit“, sagte Boris Herrmann im Livestream der Vendée Globe am Freitag.

          Er saß bei Sonnenschein mit Kopfhörern grinsend an Deck seiner Yacht. Wegen der warmen Temperaturen trug er lediglich ein schwarzes T-Shirt. „Mir geht es gut. Gestern habe ich noch unter der extremen Hitze gelitten. Heute komme ich damit besser zurecht“, sagte Herrmann. Die führende Gruppe der Vendée-Globe-Flotte segelte am Freitagmorgen rund 200 Seemeilen entfernt von der brasilianischen Küste dem Äquator entgegen, den sie am Wochenende kreuzen will. Der Hamburger berichtete, dass er viele Nachrichten von Freunden, aber auch von Fremden bekämen, die ihm schreiben, wie sehr sie seine Leistung bewundern. „Chancen auf den Sieg bestehen definitiv“, hatte Herrmann am Donnerstag gesagt.

          „Die Konditionen sind gerade perfekt, um schnell zu segeln.“ In etwa sechs Tagen erreiche die Spitzengruppe die nördliche Hemisphäre. Spannend bleibt, welche finalen Renn-Entscheidungen der deutsche Skipper dann treffen wird. Eins war ihm jetzt schon klar: „Ein bisschen Druck auf die anderen auszuüben, ist eine phantastische Option.“

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