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Eine „absurde“ Auffassung : Wie Trump die amerikanische Sportwelt entzweit

Deutliche Meinung: Basketball-Star Kevin Durant Bild: Picture-Alliance

„Haltet den Mund und dribbelt“: Amerikas Athleten aber lassen sich den Mund nicht mehr verbieten. Egal, was traditionelle Fernsehkonsumenten bevorzugen. Alles ist Sport – und eine brisante Entwicklung lässt sich nicht mehr aufhalten.

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Als das politische Magazin „Time“ vor zwei Jahren eine aktuelle Liste der hundert einflussreichsten Personen zusammenstellte, fiel die Auswahl nicht nur auf Politiker, Wirtschaftsbosse und bekannte Namen aus Hollywood, sondern auch auf ein paar Sportler. Neben der Schweizer Tennis-Ikone Roger Federer etwa die ehemalige Turnerin Rachel Denhollander, die eine zentrale Rolle bei der Aufdeckung des sexuellen Missbrauchsskanals im Verband gespielt hatte. Ebenfalls in der Auswahl: Basketballprofi Kevin Durant, einer der besten Korbschützen in der NBA, aufgrund seines sozialen Engagements. Als Spitzenverdiener hat er einen Teil seiner Millionen unter anderem für den Bau von Basketballplätzen in der ganzen Welt verwendet.

          Wie Durant politisch tickt, wurde bei einem Videotermin kurz darauf deutlich, als er im Gespräch mit seinem nicht weniger prominenten Kollegen LeBron James die Lage der Nation skizzierte. Er verglich die Vereinigten Staaten mit einer Basketballmannschaft und erklärte mit Blick auf den Mann im Weißen Haus, das Land werde „nicht von einem großartigen Coach betreut“. James sekundierte: Donald Trump gebe „einen Scheiß auf die Menschen.“ Diese Begebenheit wurde kurz darauf von einer Moderatorin des rechtsgerichteten Fernsehkanals Fox News aufgegriffen, die Amerikas Top-Sportler für unqualifiziert hält, sich zu politischen Themen zu äußern. „Müssen sie sich wirklich über so etwas auslassen?“, fragte Laura Ingraham. „Solche ignoranten Aussagen nehmen leider viele junge Leute – und einige Erwachsene – ernst.“ Die beiden seien gewiss großartige Sportler, fügte sie hinzu: „Aber niemand hat euch gewählt. Haltet den Mund und dribbelt.“

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