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US Open : Souveräner Auftakt von Haas

  • Aktualisiert am

Glatter Sieg für Thomas Haas Bild: AP

Eine Handvoll deutscher Tennis-Profis hat bei den US Open die zweite Runde erreicht. Als letztem gelang dies in New York Thomas Haas, der Alex Kuznetsov keine Chance ließ. Maria Scharapowa aus Rußland setzte sich gegen die Niederländerin Michaella Krajicek deutlich durch.

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          Auftakt nach Maß für Thomas Haas: Der Wahl-Amerikaner benötigte bei seinem zehnten Auftritt bei den US Open nur 89 Minuten, um als insgesamt fünfter der vierzehn gestarteten deutschen Tennis-Profis in die zweite Runde einzuziehen. Nach dem 6:2, 6:4 und 6:0 über den amerikanischen Außenseiter Alex Kuznetsov geht der Hamburger am Freitag auch gegen den Niederländer Raemon Sluiter als Favorit auf den Platz. „Er ist nicht gerade bekannt, aber gefährlich“, sagte Haas über den 89. der Weltrangliste, der sowohl Vor- als auch Rückhand doppelhändig spielt.

          Nachdem am Mittwoch (Ortszeit) schon Florian Mayer sein Auftaktmatch gewonnen hatte und damit Benjamin Becker, Björn Phau und Martina Müller folgte, vergab Philipp Kohlschreiber diese Chance. Der an der Leiste lädierte Bamberger unterlag in New York dem 18 Jahre alten Sam Querrey (USA) 3:6, 4:6, 4:6. Der 174. der Weltrangliste war dank einer Wildcard in das Turnier gekommen.

          Schüttlers schwarze Serie

          Rainer Schüttler beendet die Saison dagegen erstmals ohne einen einzigen Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier. Seit 1999 hat der Korbacher an jedem der vier wichtigsten Veranstaltungen des Jahres teilgenommen. Doch so schlecht wie diesmal war seine Saisonbilanz noch nie. Der 30 Jahre alte Schüttler, der 2003 bei den Australian Open noch das Finale erreicht hatte, verlor 4:6, 7:6 (7:5), 3:6 und 3:6 gegen den Franzosen Nicolas Mahut. In der Weltrangliste wird der Hesse, dessen einstiges Können sporadisch aufblitzt, nur noch auf Position 78 geführt.

          Glatter Sieg für Thomas Haas Bilderstrecke

          Ausgeschieden waren am Mittwoch auch Michael Berrer und Kristina Barrois. Bereits am Auftakttag scheiterten Anna-Lena Grönefeld, Julia Schruff, Sandra Klösel, Alexander Waske und Simon Greul (Siehe auch: Tennis: Ergebnisse von den ATP-Turnieren).

          Kühnen: „Es ist Bewegung drin“

          Trotz der Niederlagen war Daviscup-Teamchef Patrik Kühnen nicht unzufrieden. „Wir hatten wieder neun Spieler im Hauptfeld. Es ist Bewegung drin“, sagte der Bundestrainer. Für einen Einsatz im Abstiegsspiel gegen Thailand ohne den verletzten Nicolas Kiefer konnte sich nach Leitwolf Haas vor allem Mayer empfehlen.

          Haas war mit sich zufrieden und hatte den kleinen Ärger vom Ende des zweiten Satzes schon vergessen. Der in Kiew geborene Kuznetsov schenkte dem Hamburger nach verpaßten Chancen letztlich das Break zum 5:4. Danach gab Haas kein Spiel mehr ab und zeigte sich erleichtert, endlich in das Turnier gestartet zu sein: „Das war zäh. Ich habe seit fast acht Tagen auf mein erstes Match gewartet.“

          Selbstbewußter Haas, souveräne Favoriten

          Trotz des Respekts vor seinem nächsten Gegner Raemon Sluiter traut sich Haas auf Grund der günstigen Auslosung einiges zu. In der dritten Runde könnte er sich für das Aus im letzten Jahr gegen den Amerikaner Robby Ginepri revanchieren. Der Argentinier David Nalbandian könnte nach seinem mühsamen Sieg über den Stuttgarter Michael Berrer im Achtelfinale warten, muß sich aber zunächst mit dem früheren US-Open-Sieger Marat Safin aus Rußland messen. „Daß die Auslosung so ist, spricht dafür, daß ich in diesem Jahr gut gespielt habe“, sagte der an Nummer 14 gesetzte Haas.

          Die Favoriten gaben sich am dritten Turniertag keine Blöße. Als erster Spieler zog Lokalmatador Andy Roddick an seinem 24. Geburtstag schon in die dritte Runde ein. Der US-Open-Sieger von 2003 gewann 6:3, 7:6 (7:3), und 6:3 gegen den Dänen Kristian Pless. Die frühere Wimbledon-Siegerin Maria Scharapowa aus Rußland ließ der Niederländerin Michaella Krajicek mit 6:3 und 6:0 keine Chance.

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