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US Open : Regen, Protest und Tristesse

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Auch David Ferrer zeigt an: Bei Regenn macht es keinen Sinnn gegen Roddick Bild: AFP

Wegen des Dauerregens fielen bei den US Open in New York die Viertelfinal-Auftritte von Andrea Petkovic und Angelique Kerber abermals ins Wasser. Die Männer wurden kurzzeitig auf die nassen Courts geschickt, weigerten sich aber weiter zu spielen.

          Die Viertelfinal-Premieren von Andrea Petkovic und Angelique Kerber sind auch am Mittwoch ins Wasser gefallen. Nachdem schon am Dienstag nicht gespielt werden konnte, wurden die Spiele der Darmstädterin Petkovic gegen die Weltranglisten-Erste Caroline Woznicki aus Dänemark sowie der Kielerin Kerber gegen Flavia Pennetta aus Italien nach stundenlangem Warten auf Donnerstag vertagt. Der Nieselregen machte die Plätze so glatt, dass an Spielen nicht zu denken war.

          Während Roger Federer und Novak Djokovic ihren Arbeitstag schon am Nachmittag beenden konnten, wurden Rafael Nadal, Andy Murray und Andy Roddick zunächst auf den Platz geschickt. Mit ungewöhnlicher Einigkeit und Konsequenz weigerte sich das Trio aber nach einer knappen Viertelstunde weiter zu spielen und beschwerte sich bei Oberschiedsrichter Brian Early. Sie bekamen Recht, die Matches wurden unterbrochen - wenig später waren alle Achtelfinals der Herren vertagt.

          Dies bedeutet jedoch, dass die besten Spieler der Welt bis zum Finale am Sonntag jeden Tag spielen müssen. Auch für die beiden kommenden Tage sind allerdings Regenschauer angesagt.

          Andy Murray spürt den Regen

          „Es geht um viel Geld und wir sind Teil dieser Show. Aber sie sollten mehr für uns kämpfen“, sagte Nadal dem Fernsehsender ESPN2. Der amerikanische Sportkanal berichtet mit viel Aufwand und zahlreichen früheren Tennis-Größen wie John McEnroe, Pam Shriver oder Brad Gilbert täglich von den US Open. „Die Plätze waren viel zu nass und trotzdem haben sie uns raus geschickt“, sagte Murray und schüttelte verärgert den Kopf.

          Auch Lokalmatador Roddick war sauer: „Ich verstehe die Diskussionen nicht, die Plätze waren nicht bespielbar. Es geht ums Geschäft, das ist mir klar, aber es geht auch um unsere Gesundheit.“

          Der Protest hatte Erfolg und die Spiele wurden gestoppt. Ebenfalls abgesagt wurden die Viertelfinals der Damen, die allerdings bis 20.20 Uhr (Ortszeit) warten mussten. Petkovic“ lädiertem Knie dürfte die „geschenkte Zeit“ gutgetan haben.

          Trotz des erneut verregneten Spieltags betonte Turnierdirektor Jim Curley, dass die US Open im Plan seien. Eine Verlängerung wie in den vergangenen drei Jahren, als die Herren-Finals jeweils erst am Montag gespielt werden konnten, sei nicht notwendig.

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