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US Open : Nadal zieht ins Halbfinale ein

  • Aktualisiert am

Titelverteidiger Rafael Nadal hat das Halbfinale bei den US Open erreicht Bild: dpa

Titelverteidiger Rafael Nadal steht im Halbfinale der US Open. Der Spanier hatte leichtes Spiel gegen den offensichtlich angeschlagenen und erschöpften Amerikaner Andy Roddick. Roddick musste sich zwischenzeitlich behandeln lassen.

          Titelverteidiger Rafael Nadal hat als letzter Spieler das Halbfinale bei den US Open erreicht. Der Spanier gewann am Freitag (Ortszeit) in New York 6:2, 6:1, 6:3 gegen den Amerikaner Andy Roddick, der 2003 für den bislang letzten Heimsieg gesorgt hatte. Roddick ließ sich im dritten Satz an den Oberschenkeln behandeln, nachdem er wie Nadal tags zuvor noch das Achtelfinale bestritten hatte.

          „Er war müde vom Match gestern, das hat man gemerkt. Es tut mir leid für ihn“, sagte Nadal, der den Sieg nur verhalten feiern mochte. Denn Nadal muss bereits an diesem Samstag wieder auf den Platz und trifft im Halbfinale auf den Schotten Andy Murray. In den Halbfinals von Wimbledon und der French Open unterlag Murray zuletzt gegen Nadal. Murray bestritt 2008 das Finale des Grand-Slam-Tennisturniers und verlor klar gegen den Schweizer Roger Federer.

          Im ersten Halbfinale spielt der Weltranglisten-Erste und Vorjahresfinalist Novak Djokovic aus Serbien gegen den Schweizer Roger Federer. Der fünfmalige US-Open-Sieger war im Vorjahr im Semifinale knapp an Djokovic gescheitert und revanchierte sich in dieser Saison mit einem Halbfinal-Erfolg bei den French Open. Es war eine von nur zwei Niederlagen für Djokovic in dieser Saison.

          Der Spanier gewann gegen Andy Roddick klar in drei Sätzen Bilderstrecke

          Der Finalist von 2008, der damals Nadal in der Runde der letzten Vier besiegt hatte, gewann am Freitag 7:5, 6:4, 3:6, 7:6 (7:2) gegen den Amerikaner John Isner. Der 2,06 Meter große Isner, der mit der Empfehlung des dritten Turniersiegs in Winston-Salem nach Flushing Meadows gekommen war, machte es Murray äußerst schwer. Der favorisierte Brite leistete sich eine Reihe leichter Fehler. Am Ende der 3:24-Stunden-Partie hatte er aber die stärkeren Nerven. Beim Stand von 4:4 im vierten Satz wehrte er zwei Breakbälle ab und brachte den Tiebreak schließlich eiskalt nach Hause. Marathon-Mann Isner, der von den letzten 14 Tiebreaks 13 gewonnen hatte und trotzdem äußerst nervös war, konnte sich mit einem Preisgeld von 225.000 Dollar trösten. Murray hat das Doppelte schon sicher.

          Petzschner/Melzer greifen nach zweitem Grand-Slam-Titel

          Berühmt geworden war Isner im vorigen Jahr in Wimbledon. Im Weltrekord-Match gegen den Franzosen Nicolas Mahut siegte er nach insgesamt 11 Stunden und 5 Minuten Spielzeit im fünften Satz mit 70:68. Der entscheidende Satz wird bei den All England Championships anders als bei den US Open nicht im Tiebreak entschieden.

          Derweil greifen der Bayreuther Philipp Petzschner und sein österreichischer Partner Jürgen Melzer nach ihrem zweiten Grand-Slam-Titel im Doppel. Die an Nummer neun gesetzten Wimbledon-Sieger von 2010 siegten im Halbfinale mit 6:4, 6:7 (3:7) und 6:1 gegen die Italiener Simone Bolelli/Fabio Fognini. Im Endspiel treffen die beiden auf die an sechs gesetzte polnische Kombination Mariusz Fyrstenberg/Marcin Matkowski.

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