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US Open : „Ernesto“ wirbelt Spielplan durcheinander

  • Aktualisiert am

Vor dem Regen in Runde drei: Thomas Haas Bild: dpa

Die Überbleibsel des tropischen Wirbelsturmes haben New York erreicht und den Spielbetrieb bei den US Open vorläufig zum Erliegen gebracht. Vor dem Regen hatte auch Thomas Haas die dritte Runde erreicht.

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          Die US Open 2006 bleiben vom schlechten Tennis-Wetter gebeutelt. Nach dem Regen zum Wochenbeginn, dem am Dienstag fast des gesamte Programm zum Opfer fiel, macht den Organisatoren nun „Ernesto“ zu schaffen. Die Überbleibsel des tropischen Wirbelsturmes erreichten am Freitag abend (Ortszeit) New York und brachten den Spielbetrieb in Flushing Meadows vorläufig zum Erliegen. Nachdem der erste Teil des fünften Turniertages noch so gut wie komplett absolviert werden konnte, verhinderte stärker werdender Regen die Aufnahme der Abendspiele.

          Lokalmatadorin Lindsay Davenport und die Slowenin Katarina Srebotnik begannen zwar, sich bei auffrischendem Wind für ihre Drittrundenpartie im Arthur-Ashe-Stadium einzuspielen. Einige Tropfen sorgten jedoch bereits dafür, daß der Hartplatz zu glatt wurde und beide Spielerinnen zurück in die Kabine geholt wurden. Auch die anschließend geplante Begegnung der zweiten Runde zwischen dem ehemaligen US-Open-Sieger Marat Safin aus Rußland und dem Argentinier David Nalbandian mußte verschoben werden.

          Regen könnte Becker und Agassi stoppen

          Die Wetteraussichten ließen wenig Gutes erwarten. Die Meteorologen hatten zeitweise starken Regen vorhergesagt, der länger andauern sollte. Daher war das für Samstag geplante Match von Qualifikant Benjamin Becker aus Mettlach gegen Andre Agassi stark gefährdet. Derzeit dürfte der Ehemann von Steffi Graf für jeden zusätzlichen Tag Pause dankbar sein. Der bisher zwei Mal mit großer Mühe erfolgreiche Amerikaner erhielt wegen seiner starken Rückenschmerzen am Freitag zum zweiten Mal während des Turniers eine Kortisonspritze.

          Für die Fans sind die Aussichten trübe
          Für die Fans sind die Aussichten trübe : Bild: AP

          Agassi brauchte fast vier Stunden für seinen dramatischen Fünf-Satz-Erfolg über Australian-Open-Finalist Marcos Baghdatis aus Zypern und mußte sich in den Katakomben hinlegen, bevor er in sein Hotel gebracht wurde. „Die Entzündung verursacht starke Schmerzen und schränkt seine Bewegungen ein“, sagte Agassis langjähriger Fitnesscoach Gil Reyes. Agassi bestreitet in New York das letzte Turnier seiner Karriere. 2005 hatte der inzwischen 36jährige noch einmal das Finale erreicht.

          Auch Haas in Runde drei

          Da für Agassi jedes Spiel das letzte sein kann, ist das Medieninteresse an Becker nicht zuletzt wegen seines Namens groß. Der 25 Jahre alte Saarländer, der während seiner Studienzeit in den Vereinigten Staaten Collegemeister war, ist - ganz anders als der „große“ Boris Becker - international nahezu unbekannt. Benjamin Becker berichtete, er habe Agassis Sieg über Baghdatis weitgehend im Hotel verfolgt. „Wir hatten keine Sitzplatzkarten. Als wir uns auf dem Stadionumgang aufhielten, wurden wir hinaus geschickt“, erzählte Becker, der mit seinem Trainer im Arthur-Ashe-Stadium zumindest noch die ersten Spiele sah.

          Nach Becker hatte als einziger von anfangs 14 Deutschen Thomas Haas die dritte Runde erreicht, wo er am Sonntag wie im Vorjahr auf Robby Ginepri treffen wird, falls sich das Wetter bis dahin bessert. US-Boy Ginepri war 2005 nach dem Sieg über Haas erst im Halbfinale an Agassi gescheitert. Florian Mayer verpasste das Weiterkommen gegen den Tschechen Tomas Berdych. Überraschungen gab es keine, alle verbliebenen Favoriten konnten sich vor dem Regen noch durchsetzen.

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