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US Open : Außer Regen nichts gewesen

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Stilleben mit Tropfen: Der Center-Court im Regen Bild: AP

Wegen Dauerregens gehen die US Open in die Verlängerung. Das Endspiel der Männer kann frühestens am Montag stattfinden. Noch ist nicht mal das Viertelfinale zwischen Rafael Nadal und Fernando Gonzalez zu Ende gespielt.

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          Die US Open in New York gehen wie im Vorjahr in die Verlängerung. Weil am Freitag der ganze Spieltag bei den Grand-Slam-Tennisturnier buchstäblich ins Wasser fiel und das am Abend zuvor unterbrochene Viertelfinale zwischen Rafael Nadal und Fernando Gonzalez nicht beendet werden konnte, wird das Endspiel der Herren frühestens am Montag gespielt werden. Frühestens, weil auch die Wetterprognosen für den Samstag nicht die besten waren. Zumindest kräftige Regenschauer sollte es in Flushing Meadows geben.

          Ungeachtet dessen hatten die Spielplanmacher die Partie zwischen dem Spanier Nadal und dem Chilenen Gonzalez auf 18.00 Uhr MESZ angesetzt. Als die Partie am Donnerstagabend (Ortszeit) unterbrochen wurde, führte Nadal im Tiebreak des zweiten Satzes mit 3:2; den ersten Durchgang hatte er mit 7:6 (7:4) gewonnen. Ganz ungelegen dürfte dem Weltranglisten-Dritten, der sich bei einem Sieg um eine Position verbessert, die Verzögerung nicht gekommen sein. Nach wie vor plagt er sich mit einer Bauchmuskelzerrung herum. Seinen Start im Davis-Cup-Halbfinale gegen Israel hat er deshalb bereits abgesagt.

          Frauenfinale steht in den Wolken

          Mit einem Tag Verspätung sollen die Damen ihre Halbfinals spielen. Dabei steht in der Nacht zum Sonntag das Top-Duell zwischen Rückkehrerin Kim Clijsters (Belgien) und Titelverteidigerin Serena Williams (Vereinigte Staaten) ganz oben auf der Fernseh-Hitliste. Das Match frühestens um 2.00 Uhr MESZ anfangen zu lassen, ist ein mutiger Schritt angesichts der Wetterprognosen. Erklärbar ist er wohl nur mit dem Diktat des amerikanischen Fernsehens, das ein Topspiel in der Primetime verlangt.

          Wassergetränkt: Das unbespielbare Arthur Ashe Stadion
          Wassergetränkt: Das unbespielbare Arthur Ashe Stadion : Bild: dpa

          Vorher sollen die Tennis-Teenies Yanina Wickmayer aus Belgien und Caroline Wozniacki aus Dänemark um den Einzug in ihr erstes Grand-Slam-Finale kämpfen. Favoritin dürfte Wozniacki sein, die als die Erfahrenere der beiden 19-Jährigen gilt. Die ungesetzte Wickmayer hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert und könnte ein Finale zweier flämischer „Maijes“ gegen Clijsters perfekt machen.

          Sponsoren wollen Dach über Center Court

          Selbst wenn das Wetter mitspielt, ist ein termingerechter Abschluss des größten der Major-Turniere am Sonntag nicht möglich. Denn zwei Matches für einen Spieler am selben Tag sind nicht statthaft. Ohnehin ist die Wettbewerbsverzerrung nicht mehr zu leugnen.

          Der fünfmalige Seriensieger Roger Federer aus der Schweiz kann sich seit Donnerstag in aller Ruhe auf sein Halbfinale gegen den Serben Novak Djokovic vorbereiten - es ist die Neuauflage des Endspiels von 2007. Nadal dagegen musste jeden Tag bereit sein. Und das nur, weil er am Donnerstag wieder das Abendmatch machen musste, obwohl die Wetterprognosen das bittere Ende schon angekündigt hatten.

          Herbe Kritik von John McEnroe

          Altmeister John McEnroe hat unterdessen seine Kritik an den Organisatoren der US Open verschärft. „Was heute passiert ist, ist eine verdammte Schande“, sagte der viermalige US-Open-Sieger nach einem Tag ohne einen einzigen Ballwechsel. „Die Leute beim US-Tennis-Verband wollten unbedingt das größte Stadion bauen“, sagte McEnroe über die 23.000 Menschen fassende Arthur-Ashe-Arena, „aber für denselben Preis hätten sie ein etwas kleineres Stadion und ein Dach haben können.“ Er selbst habe den Tennis-Verband bereits vor dem Bau des Stadions 1997 auf die Notwendigkeit eines Daches hingewiesen. Mit Dach könne das Stadion auch den Rest des Jahres für andere Veranstaltungen oder Lehrgänge mit Kindern genutzt werden.

          Auch Sponsoren und Fernsehen sollen inzwischen Druck machen, den Center Court zu überdachen. In Wimbledon schützt seit diesem Jahr ein Schiebedach vor der Unbill des Wetters, in Paris ist ein Dach in Planung - und in Australien sind sogar zwei Courts mit Schiebedach versehen. Nur bei den US Open stellt man sich (noch) taub, obwohl schon im Vorjahr das Endspiel von Federer gegen den Briten Andy Murray auf Montag verschoben werden musste. Vor 2014 werde es sicher kein Dach geben, hieß es dazu in Flushing Meadows.

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