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Ukrainischer Boxer Ussyk : Weltmeister zwischen den Fronten

  • -Aktualisiert am

Demonstration der Stärke: Der Ukrainer Ussyk siegt in Moskau. Bild: dpa

Die Nationalhymne als Einlaufmusik: Oleksandr Ussyk ist ein Kämpfer für die Ukraine. Der Boxer hat einen wichtigen Kampf gewonnen – in Moskau.

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          Rein sportlich sorgte der Kampf zwischen Oleksandr Ussyk und Murat Gassijew am Wochenende nicht ohne Grund für Begeisterung. Der Ukrainer ging als Weltmeister der Verbände WBC und WBO ins Finale, sein 24-jähriger Gegner aus Russland als Titelträger von IBF und WBA. Der Sieger hatte die Chance, sich nicht nur die Muhammad-Ali-Trophy der World Boxing Super Series (WBSS), eines vom deutschen Promoter Sauerland initiierten Turniers mit den acht weltbesten Boxern im Cruisergewicht, sowie eine Prämie in Millionenhöhe zu sichern, sondern auch zum dritten unumstrittenen Weltmeister in der Geschichte des Cruisergewichts aufzusteigen.

          Russland gegen die Ukraine – in der Moskauer Olimpijskij-Halle ging es aber nicht nur um Sport, es ging auch um Politik. Trotz der schwierigen politischen Situation wurde Ussyk warm empfangen, im russischen Fernsehen sprach man sogar von „unserem Ussyk“ mit Verweis auf seine Krim-Herkunft. Obwohl der Kampf über zwölf Runden ging, war von der zweiten Runde an klar, dass der Ukrainer gegen Murat Gassijew vorne liegt – und zwar deutlich.

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