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„Fight Island“ in Abu Dhabi : Eine Kampfansage an Las Vegas

Rückkehr in die Arena: Nach mehr als zwei Jahren kämpft Peter Sobotta (links) wieder im „Octagon“. Bild: AFP

Amerikas Sportligen verzweifeln an den Folgen der Corona-Pandemie. Der Kampfsportveranstalter UFC hingegen zieht sich für seine Events auf eine abgeschottete arabische Insel zurück. Für wen lohnt sich das Spektakel „Fight Island“?

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          Das Coronavirus hat die amerikanischen Sportveranstalter in eine beispiellose Krise gestürzt. Geschlossene Stadien, abgesagte Spiele und abgebrochene Saisons haben für finanzielle Verluste in Milliardenhöhe gesorgt. Während die größten Ligen nach einem passenden Ausweg suchten, ging der Kampfsportveranstalter Ultimate Fighting Championship (UFC) in die Offensive. Das Ergebnis: „Fight Island“ – aufwendige Events auf einer abgeschotteten Insel. Mit Hilfe mächtiger arabischer Förderer soll damit ein deutliches Zeichen gesetzt werden, wie sich die Kräfteverhältnisse in der Entertainmentbranche verschieben.

          Es ist drei Uhr morgens auf Yas. Trotz leichter Brise herrschen auf der Insel, nur wenige Kilometer von Abu Dhabi entfernt, 30 Grad Celsius. Dennoch wagt Peter Sobotta einen Spaziergang am Strand. Der deutsche Kampfsportler hat einen steinigen Weg hinter sich, um auf Yas sein zu können. Drei Monate lang hat der 33-Jährige für „Fight Island“ trainiert. Sechs Tage dauerte die Anreise aus Baden-Württemberg auf die streng isolierte Insel in den Vereinten Arabischen Emiraten. Dazu gehörten zwei Quarantäneaufenthalte und mehrere Corona-Tests. Nun wagt er es, frei durchzuatmen. Doch nicht lange: „Sofort kamen Sicherheitsleute und sagten mir, ich soll die Schutzmaske aufsetzen,“ sagt Sobotta. Andernfalls hätte man die Polizei gerufen.

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