https://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/tv-sender-veraergert-fans-bei-phelps-rennen-gegen-hai-15119554.html

Amerikanisches Fernsehen : Ärger nach „Rennen“ von Phelps gegen Hai

  • Aktualisiert am

Michael Phelps startet ins Rennen – allerdings ohne einen echten Hai. Bild: dpa

Angekündigt war ein „Kampf um die Vorherrschaft im Ozean“. Rekord-Olympiasieger Michael Phelps sollte gegen einen Hai schwimmen. Was die Zuschauer dann sahen, sorgte allerdings für Verärgerung.

          1 Min.

          Ein fingiertes Kopf-an-Kopf-Rennen von Rekordschwimmer Michael Phelps (32) und einem vermeintlichen Weißen Hai hat den amerikanischen Sender Discovery in die Kritik gebracht. Angekündigt war ein „Kampf um die Vorherrschaft im Ozean“ – die Werbung erweckte den Eindruck, als trete Phelps gegen einen echten Hai an. Tatsächlich wurde laut amerikanischen Medien aber anhand der Daten mehrerer Tiere ein computergeneriertes Bewegtbild eines Hais erstellt und in die Aufnahmen von Phelps hineinmontiert.

          Bei dem vermeintlichen Rennen vor Südafrika, das am Sonntagabend (Ortszeit) ausgestrahlt wurde, war der 23fache Olympiasieger Phelps mit einer Monoflosse laut Discovery zwei Sekunden langsamer als das errechnete Hai-Modell. Online äußerten viele Zuschauer ihr Unverständnis für die irreführende Reklame. „Dass Michael Phelps nicht gegen einen echten Hai schwimmt, ist, als ob man Tickets für Kanye West verkauft bekommt und dann die Performance eines Kanye-Hologramms sieht“, schrieb ein Nutzer auf Twitter. „Wir wurden alle betrogen“, meinte ein anderer. Der Beitrag war Teil einer Discovery-Themenwoche zu Haien.

          Die Dreharbeiten zu dem vermeintlichen Wettkampf sollen bereits vor Wochen stattgefunden haben. Phelps selbst hatte in einem vor rund zwei Wochen veröffentlichten Interview des Magazins „Entertainment Weekly“ den Eindruck erweckt, dass es sich um ein reales Rennen handelte: „Es ist eine Gelegenheit, die man nicht täglich bekommt – gegen einen Weißen Hai anzutreten.“ Das Sicherheitskonzept habe ihn überzeugt: „Alles was ich sagen kann ist, dass wir nicht in einem Pool waren. Wir waren in offenem Gewässer. Wir waren sehr sicher. Wir hatten etwa 15 Sicherheits-Taucher in der Nähe.“

          Mit diesen Bildern wurde das „Rennen“ zuvor beworben:

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          „Anfang einer neuen Ära“: Open-AI-CEO Sam Altman während der Vorstellung der Kooperation mit Microsoft

          Microsoft und Open AI : Wenn ChatGPT auf Bing trifft

          Der Softwarekonzern nutzt eine neue Variante von ChatGPT für seine Suchmaschine Bing – und will ihr damit endlich zu mehr Relevanz verhelfen. Auch andere Microsoft-Produkte werden mit KI aufgerüstet.
          Kaum schweres Gerät: Anwohner und freiwillige Helfer versuchen in Idlib, Verschüttete aus den Trümmern zu bergen.

          Erdbeben in Nordsyrien : Erst die Bomben, jetzt das Beben

          In Nordsyrien trifft das Desaster eine traumatisierte Bevölkerung, die von islamistischen Milizen beherrscht wird. Hoffnung auf internationale Hilfe hegt hier kaum jemand. Auch politisch ist das Land ein Katastrophenfall.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.