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Untersuchung im Turnen : Wurde zu Missbrauchsvorwürfen einseitig ermittelt?

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Sophie Scheder: „Man muss im Leistungssport an Grenzen gehen, auch darüber hinaus.“ Bild: dpa

Kunstturnerin Sophie Scheder stellt nach Missbrauchsvorwürfen gegen Trainerin Gabriele F. die Objektivität der beauftragten Anwaltskanzlei in Frage. Scheder hofft auf ein Einlenken des Verbandes und die Rückkehr der Trainerin.

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          Die Olympia-Dritte im Kunstturnen Sophie Scheder hat nach den Missbrauchsvorwürfen gegen Trainerin Gabriele F. die Objektivität der vom Deutschen Turner-Bund (DTB) beauftragten Anwaltskanzlei in Frage gestellt. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie meine Meinung wirklich hören wollten. Zum Schluss durfte ich mir anhören: Na ja, Frau Scheder, was Sie jetzt erzählt haben, könnte man meinen, alle anderen lügen“, sagte Scheder der „Sächsischen Zeitung“ und fügte hinzu: „Deswegen weiß ich nicht, ob bei dieser Untersuchung wirklich beide Seiten einbezogen werden sollen oder ob es nur darum geht, die Vorwürfe gegen Gabi zu bestätigen. Damit fühle ich mich nicht verstanden.“

          Auch der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hatte Scheder ihren Eindruck einer einseitigen Ermittlung geschildert. Die Frankfurter Kanzlei hatte bei ihrer Untersuchung im Auftrag des DTB „schwerwiegende Pflichtverletzungen“ von F. in 17 Fällen festgestellt. Die frühere Weltmeisterin Pauline Schäfer und weitere Turnerinnen hatten ihr vorgeworfen, sie im Training schikaniert und Medikamente ohne ärztliche Verordnung verabreicht zu haben. Der DTB fordert daher die Entlassung der Trainerin. F. hat die Vorwürfe mehrmals bestritten.

          Scheder unterstrich das sehr gute Verhältnis zu F., bei der sie seit 13 Jahren trainiert. „Ich bin mit Gabi und der Art, wie wir zusammenarbeiten, absolut im Grünen. Man muss im Leistungssport an Grenzen gehen, auch darüber hinaus. Natürlich haben wir unsere Differenzen, die gehören dazu. Es fällt auch mal ein Wort, das man lieber so nicht hören möchte. Es muss im Rahmen bleiben, und das war es für mich jederzeit. Ich kann aber – und das möchte ich noch mal betonen – nur von mir sprechen und die Gefühle anderer nicht beurteilen“, sagte die aus Wolfsburg stammende Scheder und verwies auf anderer Turnerinnern, die ihren Eindruck teilten.

          Scheder hofft auf ein Einlenken des Verbandes und die Rückkehr der Trainerin. „Wir aktiven Turnerinnen in Chemnitz möchten, dass sie zurückkommt. Wir alle sind wegen ihr und der perfekten Infrastruktur hierhergekommen.“

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