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Vorwürfe gegen Trainerin : Deutsche Turnerinnen klagen über Missbrauch

  • Aktualisiert am

Klage über Missbrauch: Turnerin Pauline Schäfer berichtet von traumatischen Erlebnissen. Bild: dpa

Die frühere Weltmeisterin Pauline Schäfer und fünf weitere Spitzenturnerinnen erheben schwere Vorwürfe gegen eine Trainerin vom Olympiastützpunkt Chemnitz. Die Sportlerinnen sollen körperlich und psychisch misshandelt worden sein.

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          Die ehemalige Weltmeisterin Pauline Schäfer und fünf weitere Spitzenturnerinnen erheben schwere Vorwürfe gegen die Trainerin Gabriele F. vom Olympiastützpunkt Chemnitz. Diese habe sie über Jahre schikaniert und psychisch gequält. Sie habe Turnerinnen erniedrigt, sie in Essstörungen getrieben und ihnen eigenhändig starke Schmerzmittel verabreicht.

          Das berichtet das Magazin „Der Spiegel“. Pauline Schäfer erzählt, dass die Trainerin sie so stark unter Druck gesetzt habe, dass sie heimlich Schmerzmittel genommen habe und von diesen abhängig geworden sei. Eine Turnerin berichtet, dass sie mit gebrochenem Arm trainiert habe, eine andere, dass sie erst in ihren Krankenakten entdeckte, dass bei ihr ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert worden sei, den die Trainerin als Rückenschmerzen bezeichnete, die die Turnerin aus Unwillen entwickelt habe. Eine Zeugin der psychischen Manipulation habe diese „an höherer Stelle zur Sprache gebracht“. Eine Turnerin sei nach der Trennung von der Trainerin von dieser derart schikaniert worden, dass sie an Selbstmord dachte.

          Über ihren Anwalt ließ die Trainerin mitteilen, dass die zitierten Aussagen eine Vielzahl von Unwahrheiten und haltlosen Vorwürfen enthielten. Der Deutsche Turner-Bund räumte laut „Spiegel“ ein, dass das Verhalten einer Trainerin in Chemnitz zu arbeitsrechtlichen Maßnahmen geführt habe; diese sei temporär von Training und Wettkämpfen ausgeschlossen worden.

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